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Hier ist der RÜGANER ANZEIGER online!

Willkommen auf den Internetseiten der Wochenzeitung für die Insel Rügen. An dieser Stelle veröffentlichen wir wöchentlich mit dem Erscheinen der Zeitung die wichtigsten Inhalte und tagesaktuelle Meldungen über Deutschlands größte Insel. Des weiteren finden Sie auf unserer Homepage alle Ansprechpartner und Mediadaten.

Spruch der Woche

Man kann aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, auch schöne Häuser bauen.

J. W. Goethe


Tagesaktuelle Nachrichten von der Insel

11.03. CATWALK BINZ am 27. März im Kurhaus

Ostseebad Binz (fm). Am Sonnabend, 27. März, zeigt das Ostseebad Binz Haute Couture auf dem eigenen Catwalk. Couture aus der Hauptstadt präsentieren die Berliner Stefan Reinberger und das Designduo Scherer & Gonzales.

Bereits zum dritten Mal veranstaltet das Ostseebad den Catwalk Binz im Travel Charme Kurhaus an der Strandpromenade. Im Gegensatz zur Prêt-à-porter ist auf Rügen „gehobene Schneiderkunst“ gefragt. Haute Couture gilt in der Branche als Trendindikator und wichtige Inspirationsquelle für Modeschöpfer und zieht damit jedes Jahr modeinteressiertes Publikum und Branchenkenner nach Binz. Tickets sind ab sofort erhältlich über den Fremdenverkehrsverein Ostseebad Binz unter Telefon (038393) 665740. Weitere Informationen unter www.catwalkbinz.com.

10.03. Catwalk Binz – Exklusive Modegala am 27. März

Ostseebad Binz (DR). Neben Stefan Reinberger und Scherer&Gonzales konnte das Ostseebad weitere Designer für den Catwalk Binz gewinnen. Nach der krankheitsbedingten Absage von Orphelia Blaimer aus München, präsentiert nun die Berlinern Kaska Hass ihr junges Label „Traut Euch“. Ihre experimentelle Hochzeitscouture steht im direkten Kontrast zur schwarzen Kollektion „noir désir“ des Leipzigers Andreas Trommler. Er kommt in Begleitung von Défilé-Star Irina Mitrofanow. Alle fünf Designerlabels repräsentieren die deutsche Haute Couture, die hohe Schneiderkunst neu interpretiert. In den neo-barocken Kulissen des Binzer Kursaals und vor der herrschaftlichen Bäderarchitektur präsentiert der Catwalk Binz zu Beginn der Saison 2010 Laufsteg-Mode im Rahmen eines exklusiven gesellschaftlichen Events. Tickets sind erhältlich über den Fremdenverkehrsverein Binz, Tel.: 038393/665740. Druckfähiges Bild- und Informationsmaterial unter http://www.catwalkbinz.com. Der Einlass für den Catwalk Binz beginnt am Samstag, den 27. März, ab 19.30 Uhr im Travel Charme Kurhaus Binz, Strandpromenade 27, Eingang Schillerstraße.

09.03. Verbrennen von Pflanzenabfällen im März

Bergen auf Rügen (cs). Unter bestimmten Voraussetzungen ist das Verbrennen von Pflanzenabfällen, die auf nicht gewerblich genutzten Gartengrundstücken anfallen, seit 1. März wieder erlaubt. Das Verbrennen ist zeitlich auf die Monate März und Oktober begrenzt und werktags zwei Stunden täglich in der Zeit von 8 bis 18 Uhr zulässig. Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass es sich bei einer Gartenanlage in der Regel um ein Grundstück handelt, das in Parzellen eingeteilt ist. Das heißt, auch hier ist das Verbrennen pro Anlage nur zwei Stunden täglich erlaubt. Das beabsichtigte Verbrennen von Feldheckenschnitt und Pflanzenabfällen aus Obstbaumrodungen ist mindestens zwei Wochen vorher im Umweltamt des Landkreises Rügen anzuzeigen. Die Nichteinhaltung der Anzeigepflicht ist mit einem Bußgeld belegt.

02.03. Schwerer Verkehrsunfall auf dem Rügendamm

Stralsund/Rügen (DR). Am Morgen des 02.03.2010 hat sich auf dem Rügendamm ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Der alleinbeteiligte Fahrer aus Rostock war bei Eintreffen der Rettungskräfte nicht bei Bewusstsein. Er wurde schwer verletzt in das Uni-Krankenhaus Greifswald eingeliefert. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr der 19-Jährige den Rügendamm gegen 5.15 Uhr in Richtung Bergen. Aus bisher nicht geklärter Ursache kam der Ford Escort auf grader Strecke nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Danach drehte sich das Fahrzeug einmal um seine Achse und prallte mit der linken Heckseite gegen die rechte Leitplanke. Dort kam der Ford zum Stehen. Der erheblich polizeibekannte und vermutlich betrunkene Unfallfahrer ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Der Wagen ist seit dem 23.02.2010 abgemeldet. Der Rügendamm war zur Unfallaufnahme und Fahrzeugbergung für mehr als eine Stunde voll gesperrt.

02.03. Arbeitslosenzahlen auf Rügen steigen

Bergen auf Rügen (gü). Die Arbeitslosenzahlen sind im Februar leicht gestiegen. Nach einer entsprechenden Veröffentlichung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Rahmen des so genannten Statistiktages waren demnach 9.948 Frauen und Männer arbeitslos. Dies sind 19 mehr als im Januar und 171 mehr als im Dezember des letzten Jahres. Trotz dieses Anstiegs fällt der Vorjahresvergleich aber immer noch positiv aus, sind sich die Verantwortungsträger in den BA einig. Immerhin lagen die Zahlen der letzten Jahre höher.

02.03. Mitglieder des Seniorenbeirates Binz gewählt

Ostseebad Binz (gü). Die neuen Mitglieder des Seniorenbeirates sind gewählt. Darauf verständigte sich die Gemeindevertretung während ihrer letzten Sitzung im Februar. Die fünf Damen und Herren sind nunmehr für die Dauer von drei Jahren für dieses Ehrenamt bestellt. Als Sprecherin haben sich die Mitglieder des Beirates auf Karin Borchert verständigt. Helga Holtz wird als stellvertretende Sprecherin agieren. Des weiteren gehören dem Seniorenbeirat Monika Kittelmann, Monika Schubbe und Helmut Krause an. Neben den monatlichen Sprechstunden für die Senioren von Binz und Prora wird eine erste Aufgabe des neuen Gremiums die Erarbeitung eines Informationsflyers sein. Darin enthalten sind alle Veranstaltungen, die der Seniorenbeirat für das laufende Jahr 2010 plant, wie es in diesem Zusammenhang heißt. Wer von den Senioren Kontakt aufnehmen möchte, kann sich gern unter (038393) 37424 beim Sozialamt der Gemeinde melden.

02.03. Letzte Kreativgruppe in Sassnitz

Sassnitz (apf). Als Karola Demblon vor zwei Jahren aus dem Sauerland aus gesundheitlichen Gründen mit ihrem Mann Richard nach Sassnitz kam, kannte sie kaum jemand. Heute ist die engagierte Frau vielen Sassnitzern als gute Fee im Grundtvighaus bekannt, wann immer es um Vereinsarbeit und soziales Engagement geht. Auch hat sie eben im Grundtvighaus eine Kreativgruppe initiiert, die sich zur künstlerischen Betätigung, aber auch einfach zum Klönen traf, um das Gefühl der Gemeinschaft zu spüren und so ein wenig mehr Lebensqualität zu erfahren. Nun wird Karola Demblon mit ihrem Mann Sassnitz vorerst wieder verlassen, um auf dem Jacobsweg von hier aus zu pilgern. Deshalb soll der vorerst letzte Kreativ-Treff am Donnerstag nächster Woche, 11. März, um 15 Uhr ein Besonderer sein. Dann werden die angefertigten Aquarellbilder der rund 15 Teilnehmer in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Bei Kaffee und Kuchen, den man erwerben kann, und vielen Gesprächen. „Es sind alles Laienarbeiten“, so Karola Demblon. Doch alle zeichnen sich in ihrer Art als kleine Kunstwerke aus. Ob Stilleben oder Landschaft - jedes Bild ist ein Unikat.

„Schön wäre es, wenn diese Kreativgruppe weiter machen würde“, wünscht sich Karola Demblon und hat auch schon eine Idee: Vielleicht hat Herr Irmscher Lust dazu, die Fäden vorerst in die Hand zu nehmen ...

26.02. Vorsicht an Rügens Steilküsten

Insel Rügen (DR). Landrätin Kerstin Kassner wird den Ämtern, amtsfreien Städten und Kommunen sowie dem Tourismusverband Rügen ein Informationsblatt „Vorsicht an Steilküsten“ mit der Bitte zuschicken, dieses den Einwohnern und Urlaubern zur Kenntnis zu geben. „An den Steilküsten unserer Insel besteht vor allem in Jahreszeiten mit viel Niederschlägen, und hier besonders nach der Schneeschmelze, die Gefahr, dass es zu Rutschungen und Abbrüchen kommt. Das sollten wir unseren Einwohnern und Gästen unbedingt mitteilen. Das Infoblatt gibt Hinweise zu den Vorgängen in der Natur und zeigt zugleich auf, wie man sich verhalten sollte, um Gefahren für Leib und Leben zu vermeiden“, begründet Kerstin Kassner. In dem Infoblatt heißt es zum Beispiel, dass beim Begehen von Hochuferwegen Absperrungen und Leiteinrichtungen unbedingt respektiert und dort, wo solche fehlen, auf keinen Fall bis an die Kliffoberkante heran getreten werden sollte. Das Wandern am Fuß von Steilufern sollte im Winter bzw. Frühjahr gänzlich unterlassen werden. Uferabbrüche würden stets überraschend kommen und meist sei das Ufer sehr schmal, so dass ein Ausweichen oft nicht möglich sei.

„Auf Rügen gibt es über 140 Kilometer Steilküste. An besonders stark besuchten Stellen stehen Hinweisschilder, die unbedingt beachtet werden müssen. Das Sicherste ist, genügend Abstand zu den Steilufern zu halten“, erklärt Kerstin Kassner.

26.02. Hang in Lohme wieder sicher

Lohme (DR). Landrätin Kerstin Kassner (DIE LINKE) wird in der nächsten Woche die Nutzungsuntersagungen für mehrere Gebäude in Lohme aufheben. Diese waren im vergangenen Jahr notwendig geworden, weil der Hang, an dem die Häuser stehen, unsicher war und Erdabbrüche nicht ausgeschlossen werden konnten. „Mit großzügiger Unterstützung des Landes wurden in den zurück liegenden Monaten Entwässerungs- und Sanierungsarbeiten am Hang durchgeführt. Im Ergebnis konnten Gutachter jetzt bestätigen, dass keine Gefahr mehr besteht und der Hang stabil ist. Auf der Basis dieser Einschätzung werden wir nun die Nutzungsuntersagungen aufheben“, freute sich Kerstin Kassner nach dem Expertengespräch am Donnerstag. Der Hang wird auch weiterhin ständig überwacht, um potenzielle Veränderungen rechtzeitig erkennen zu können. Zudem wird ein Notfallplan erarbeitet, damit in kritischen Situation schnell gehandelt werden kann.

24.02. Abbruchrisiko an der Kreideküste

Jasmund (DR). Uferabbrüche an der Kreideküste sind unmöglich vorherzusagen. Aber wann das Risiko etwas größer ist als sonst, das lässt sich einschätzen. Jetzt ist so eine Zeit. Seit vielen Wochen steckt der Frost im Boden, und nun setzt allmählich Tauwetter ein. Der tägliche Wechsel von Frost und Tauwetter gehört aber zu den wichtigsten Ursachen für Uferabbrüche (sofern es noch richtige Winter gibt). Bisher ist es dazu noch nicht gekommen. Aber es rieselt und bröckelt überall, und wer in den nächsten Tagen und Wochen unter den Kreidefelsen spazieren geht, sollte besonders aufmerksam sein und den Blick gelegentlich auch in die Höhe richten. Immerhin: Der Frost wirkt vor allem an der Oberfläche. Vielerorts sind die äußeren Schichten der Kreide vom Frost abgehoben und bröckeln nun ab wie alter Putz von einer Hauswand. Damit fällt auch alles ab, was sich an Moosen, Algen, vom Regen herabgewaschenem Mergel usw. auf der Kreide angesetzt hat. So werden die Kreidefelsen bald wieder in frischem Weiß leuchten.

23.02. online-Marketing für Privatvermieter

Bergen auf Rügen (DR). Immer mehr Menschen recherchieren ihre Urlaubsunterkunft im Internet. Ein gutes Onlinemarketing bietet also auch Privatvermietern viele Möglichkeiten, relativ preiswert und schnell Buchungen zu bekommen. In seinem Vortrag am 26. Februar um 16 Uhr in der KVHS vermittelt Matthias Scheibe einen umfassenden Überblick zu den Möglichkeiten des Onlinemarketings speziell auf Rügen. Dazu gehören u.a. Angebotsgestaltung und -beschreibung, Homepageinhalte, Onlinevertriebsmöglichkeiten, E-Mail-Kommunikation, Gästebindungsmöglichkeiten sowie Marketing. Anmeldungen unter (03838) 200580.

23.02. Schutzgebiete auf Rügen im Überblick

Bergen auf Rügen (gü). Weite Flächen der Insel Rügen unterliegen unterschiedlichen Schutztypen nach dem Naturschutzgesetz (Bund oder Land M-V), dies wurde am Montag der Woche im Umweltausschuss des Kreistages deutlich! Hier stellte Umweltamtsleiter Jan Trenkmann den anwesenden Ausschussmitgliedern eine Liste mit den aktuellen Schutzgebieten und deren Ausmaßen vor. So gibt es auf Rügener Gebiet zwei Nationalparke, ein Biosphärenreservat, 24 Naturschutzgebiete, vier Landschaftsschutzgebiete, 22 geschützte Landschaftsbestandteile (Bodendenkmale), 140 Naturdenkmale, elf FFH-Gebiete, zwei marine FFH-Gebiete, fünf Vogelschutzgebiete, jeweils ein Feuchtgebiet von nationaler und internationaler Bedeutung sowie 9.465 geschützte Biotope. Bei den ausgewiesenen Flächen kommt es oft zu Überschneidungen der verschiedener Schutztypen, wie unterstrichen wurde.

Weitere Tickermeldungen

Das Wetter auf der Insel

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  • 3°C Leichter Regen
  • Luft: 93% bei 1004 hPa
  • Wind: 26 km/h aus WNW

Heute
Tag Nacht
0°C bis -18°C
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Aktuelle Apotheken und ärtzliche Bereitschaftsdienste:

Den aktuellen Apotheken- und ärztlichen Bereit­schafts­dienst finden Sie regelmässig aktualisiert in diesem Dokument. Zuletzt aktualisiert: 09.03.2010 10:36



Das Titelthema vom 10. März 2010

Rügen: Gedenken gegen das Vergessen

Friedensandacht auf dem Sassnitzer RügenPlatz fordert: Nie wieder Krieg!

Bild

Vor brennenden Kerzen und dem Kreuz aus Stahl, das ein Künstler aus Schrott einer Bombe fertigte, schworen sich Rüganer auf dem RügenPlatz: „Nie wieder Krieg!“ Foto: Pfaffe

Sassnitz (apf). Noch immer liegt ein Zittern in der Stimme, wenn ältere Sassnitzer von den Abendstunden des 6. März 1945 erzählen. Zum 65. Mal jährte sich am Samstag jener Tag, an dem 1945 alliierte Flugzeuge Bomben auf den militärisch-strategischen und bis dahin unversehrten Hafen Sassnitz abwarfen und dabei auch Teile der Stadt zerstörten.

„Da der Hafen in den letzten Tagen des Krieges auch verstärkt Rückzugsort für kämpfende Truppen als auch für Lazarettschiffe und Flüchtlinge war, ist die Anzahl der Opfer des Bombenangriffs für die damaligen gemeindlichen Verhältnisse sehr hoch. Die Gemeinde selbst war in starkem Maße gefordert, die Toten beizusetzen. Da der Friedhof an der Waldmeisterstraße nicht ausreichte, wurde im Dwasiedener Wald ein Friedhof für die Opfer des Bombenangriffs angelegt“, so der Sassnitzer Bürgermeister Dieter Holtz.

Seit Jahren gedenkt die Stadt dieser Opfer, auch durch die Aufarbeitung dieses Kapitels der Geschichte. Auch am vergangenen Samstag gedachten die Sassnitzer mit Kranzniederlegungen an den Gräbern der Toten, um anschließend im Rathaus gemeinsam über das Geschehene zu sprechen. Am Abend versammelten sich dann 300 Sassnitzer und Rüganer, um bei einer Friedensandacht auf dem RügenPlatz ihrer Forderung „Nie wieder Krieg!“ Gehör zu verschaffen. „Wir erinnern in Würde und mit der Bereitschaft zur Versöhnung. Wir verabscheuen die Ideologie, die zum 1. September 1939 geführt hat, verabscheuen das Gedankengut, das Menschen in wertvoll und wertlos, in Herrenmenschen und Untermenschen sortiert hat. Wir verabscheuen nicht die Menschen, die so denken, denen reichen wir die Hand, um sie einzuladen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit ihrem Gedankengut und laden sie ein, wirklich Bürger unserer Gesellschaft zu werden, in der Menschenwürde für jeden Menschen gilt, der in unserer Mitte lebt“, so Pastor Peter Nieber.

An diesem Tag hatte die NPD M-V zu einem Trauermarsch durch die Stadt aufgerufen, dem etwa 150 Anhänger folgten. Dieser stand unter dem Motto „Die Freiheit zertrümmert - kein Vergeben - kein Vergessen“ und zeigt einmal mehr die Verdrehung geschichtlicher Tatsachen. Rügen hat dem Vorhaben aber den Rücken gekehrt.

Geschichte darf nicht verdreht und missbraucht werden!

Gemeinsame Mitteilung der Jungen Liberalen, Jungen Union und Jungsozialisten von Rügen und HST

Sassnitz (DR). Die demokratischen, politischen Jugendorganisationen auf der Insel Rügen und in Stralsund – die Jungen Liberalen, die Junge Union und die Jungsozialisten – verurteilen den Aufmarsch der rechtsextremen NPD am vergangenen Samstag in Sassnitz. In einer gemeinsamen Mitteilung erklären die Jugendorganisationen: „Unter dem Vorwand eines Trauerzuges aus Anlass des 65. Jahrestages des Bombardements der Hafenstadt während des Zweiten Weltkrieges versuchten die NPD sowie weitere neonationalsozialistische Anhänger ihre völkerverhetzende, fremdenfeindliche und diktatorische sowie undemokratische Ideologie zu propagieren. Dabei sollte jedem Deutschen bewusst sein, bei wem die Hauptschuld des Ausbruches des Zweiten Weltkrieges lag, der mehr als 55 Millionen Menschenleben forderte. Niemand sollte sich von demagogischen Parolen und geschichtsverdrehenden Behauptungen dieser extremen Menschen verblenden lassen. Die jungen und demokratischen Kräfte appellieren daher an alle Bürgerinnen und Bürger diesen abgehaltenen Aufmarsch und die Ideologie der NPD ebenso zu verurteilen. Denn Freiheit im Sinne des Grundgesetzes, die als fadenscheiniges Motto für den Aufmarsch galt, kennen diese neonationalistischen Gruppierungen nicht. Wir als junge demokratische Menschen verstehen die Freiheit als kostbares Gut, das das Individuum in den Vordergrund stellt und nicht, so wie es die NPD sieht, die Volksgemeinschaft, die der Persönlichkeit keinen Raum lässt. Aus diesem Grunde rufen die JuLis, die JU sowie die Jusos insbesondere die junge Generation auf: Setzt ebenfalls ein Zeichen! Lasst euch nicht provozieren und lehnt Extremismus in jedweder Form ab, egal ob linker oder rechter! Bekennt euch zu einer Gesellschaft, in der ihr persönlich eure eigene Freiheit bestimmen könnt und die es erlaubt würdevoll und gleich vor dem Gesetz in Deutschland miteinander zu leben. Die JuLis, die JU und die Jusos lehnen eine Teilnahme an gewaltbereiten Zügen kategorisch ab. Stattdessen streben sie eine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte an und begrüßen politische Gespräche, die dem menschlichen Wohl eines jeden Einzelnen dienen.“

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