Zuschauerliebling & Balladensänger „Abellin“
Lippi ist „Botschafter“ der Insel Rügen und der Störtebeker Festspiele

Wolfgang Lippert auf der Bühne als „Abellin“. Nach der Aufführung trifft man sich oft im „Riff“ (www.riff-ruegen.de). Foto: Pfaffe
Ralswiek (apf). Wenn Lippi Wolfgang Lippert allabendlich auf die Störtebeker Bühne tritt, um als „Abellin“ der Balladensänger in seinen Liedern Inhalte zur Geschichte „Das Vermächtnis“ zum Publikum zu transportieren, dann spürt man, dass der sympathische Sänger, Schauspieler und Moderator mit dem ihm eigenen Charme zu den Großen im Showgeschäft zählt. Minutenlanger Beifall und Zurufe bestätigen das auch in Ralswiek immer wieder. „Es ist heute schon ganz schön schwierig, den einmal erarbeiteten Status zu halten“, gesteht der Wahlrüganer auf Zeit. Umso mehr ist er darüber erfreut, dass er sich über mangelnde Angebote nicht beklagen kann. „Und auch für die Störtebeker Festspiele trifft das so zu. Denn während derzeit oft über ’Krise’ philosophiert wird, sind die Festspiele nach wie vor erfolgreich und erfreuen sich regen Zuspruches.“
Den Grund dafür sieht er in der Tatsache, dass die Politik des Theaters unter anderem darin besteht, die „Kirche im Dorf Ralswiek“ zu lassen, was beispielsweise die Preise betrifft. Dafür wird viel gutes Theater geboten. Und er schlägt den Bogen in eine weitere Richtung: „Während das diesjährige Stück im Jahr 1390 spielt, wo das Streben nach Macht und Reichtum eine zentrale Rolle spielen, sind aber Parallelen zur heutigen Zeit nicht zu übersehen“, sagt er mit einem Grinsen im Gesicht. Und er sagt auch: „Krise ist aber besser als Krieg.“
Lippi erinnert sich noch genau, wie er zu den Festspielen kam. Eines abends Anfang 2000 rief Peter Hick bei ihm an und fragte: „Hast Du Lust, bei uns zu singen?“ „Ich wusste nicht recht, wie ich mich entscheiden sollte“, sagt Lippi. „Was sollte ich auf einer Insel und noch dazu auf einer Freilichtbühne?“ Denn eigentlich ist er eher ein Fernsehmensch als Sänger und Moderator. „Als mich dann Familie Hick nach Ralswiek eingeladen hat, war ich jedoch sofort überzeugt von der Insel und auch der Größe hier und der Professionalität, mit der bei den Störtebeker Festspielen gearbeitet wird“, klingt es wie eine Liebeserklärung aus seinem Mund. Dann war die Idee geboren: „Lasst es uns versuchen und sehen, ob die Besucher mich als Balladensänger in der Figur des Abellin wollen“, machte Lippi damals ein Angebot - und ist seitdem jeden Sommer auf der Naturbühne zu erleben und sagt, dass er stolz darauf ist, ein Teil der Festspiele geworden zu sein. Auch deshalb gilt er längst als Botschafter der Störtebeker Festspiele und nutzt jede Chance, um bei Interviews für Illustrierte, im Fernsehen oder Radio von „seiner“ Insel Rügen zu erzählen und wie gerne und begeistert er hier im Team der Störtebeker Festspiele arbeitet. „Dafür werden wir ihm demnächst die ’Goldene Rügenbrücke am Bande’ verleihen“, so Intendant Peter Hick.
Seit Februar 2008 ist Lippi bei Erfolgsproduzent Jack White und seinem Label „GLORIELLA Music“ unter Vertrag und nach seiner Hitsingle „Regine“ startete er Ende 2008 mit seinem neuen Album „Das überleben wir“ durch. Zwölf brandheiße Songs wie „1960 an der Cote d'Azur“ oder „Das kann niemand so wie Du“ machen die Platte sowohl zum Fetenhit als auch zum idealen Begleiter für kalte Winternächte vor dem Kamin. Natürlich ist auch seine Hitsingle „Regine“ mit am Start. Neben dem Thema „Liebe“ besingt Lippi aber auch andere Facetten seines Lebens, wie in den Songs „Das überleben wir“ oder „Aus Schaden wird man klug“ heraushören kann.
Wenn am 5. September der letzte Vorhang in Ralswiek „fällt“, müssen Sie auf Lippi dennoch nicht verzichten. Schon am 6. und 7. September erleben Sie ihn im MDR-Fernsehen in den Sendungen „Wie witzig, Frau Weber“. Kabarettistin Katrin Weber bittet dann zum Witzlichtgewitter ... Auch als Moderator werden Sie ihn weiter erleben, so in seiner Show „Lipperts Lügenladen“. Er ist eben eine Kämpfernatur, einer, der immer wieder aufsteht. Gerade dieses Lebensgefühl vermag er, wie kaum ein anderer, an seine Fans weiterzugeben. Dafür liebt ihn das Publikum ...
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