Zehn Jahre KulturStiftung Rügen
Stiftung mit 1.334 Werken / „Dr. Hans Marquardt... gilt... ein besonderer Dank“
Jagdschloss in der Granitz (ur). Im Ostsee-Anzeiger/Der Rüganer wurde bereits berichtet, dass im Jagdschloss in der Granitz die Ausstellung „JUBELJAHRE JUBILARE“ eröffnet wurde, die dem zehnjährigen Jubiläum der KulturStiftung Rügen gewidmet ist. Deren Vorstandsvorsitzender Herbert Ostermoor sagte bei der Ausstellungseröffnung zum Kunstschatz der Stiftung u.a.: „Das Bestandsverzeichnis der Sammlung weist 1.334 Werke von 307 Künstlern aus. Also 307 Gründe Danke zu sagen. Die Kunstsammlung besteht zum Großteil aus Zustiftungen ostdeutscher Kunst und umfassend Druckgraphiken, Handzeichnungen und Gemälden sowie Plastiken und Fotos von Künstlern, u.a. aus Leipzig, Berlin, Dresden, Halle und Chemnitz, deren Wurzeln oder Bezugspunkte häufig in der klassischen Moderne und im deutschen Expressionismus liegen. Nicht zu vergessen die Schenkungen der Rüganer Künstler... Eine Sammlung, die zustande gekommen ist, durch die unermüdliche, wie er selbst immer zu sagen pflegte – Bettelei – von Dr. Hans Marquardt. Ihm gilt ebenso im Jahre des 10-jährigen Bestehens der KulturStiftung ein besonderer Dank. Ein Dank für die Sammlung, ein Dank für sein unermüdliches Wirken beim Zustandekommen dieser Stiftung und ein Dank für sein Wirken innerhalb des Vorstandes.“
Zu den gegenwärtigen Möglichkeiten der Stiftung erklärte Herbert Ostermoor u.a.: „Unser großer Mentor, Dr. Hans Marquardt, hat immer wieder den Bau einer Kunsthalle für die Sammlung gefordert. Eine Forderung die angesichts der hierfür erforderlichen laufenden Mittel derzeit noch nicht darstellbar ist. Dieses muss auch einmal offen angesprochen werden. Die Kapitalerträge reichen aus für ein bescheidenes eigenes Ausstellungsprogramm und für die Förderung von Projekten Dritter. Dieses sind zurzeit etwa 25.000 Euro pro Jahr.“ Zu den weitgehenden Planungen der KulturStiftung Rügen für das Herrenhaus Ralswiek sagte der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, dass diese „vorerst zurückgestellt“ seien: „Allerdings zurückgestellt ist nicht aufgegeben.“ I n diesem Zusammenhang verwies Herbert Ostermoor außerdem auf die Orangerie in Putbus. Zu ihr gebe es Gespräche zwischen dem Landkreis, der Stadt Putbus und der KulturStiftung Rügen. In der Orangerie, so Ostermoor, „hätten wir dann die Möglichkeit, gemeinsame Ausstellungen von Galerie des Landkreises und KulturStiftung durchzuführen und auch wechselnde Teile der Sammlung dauerhaft zu präsentieren.“ Auf dem Weg dahin ist das Jagdschloss in der Granitz immer noch eine Ausstellungsplattform für die KulturStiftung Rügen. Dafür bedankte sich Herbert Ostermoor ganz herzlich beim Leiter des Jagdschlosses Klaus-Dieter Mickschat und betonte dabei dessen Engagement.
Abschließend überreichte Herbert Ostermoor nicht nur an Helmut Senf, sondern an alle anwesenden Träger des Kulturpreises der KulturStiftung Rügen deren neue Auszeichnungsskulptur. Zu ihr sagte er: „Es handelt sich um ein in Acrylglas eingeschlossenes Kreidestück. Von unserem Vorstandsmitglied Hans Vogt wurden die Kreidestücke selbst und eigenhändig an der Rügener Küste aufgehoben.“ Die Skulptur habe zwar noch keinen Namen, aber er, also Herbert Ostermoor, nenne sie „Rügener Kreidebrocken“. Auch künftige Preisträger der KulturStiftung Rügen sollen eine solche Auszeichnungsskulptur erhalten.
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