Zahl verendeter Wildvögel rückläufig
Fünf neue Nachweise von Vogelgrippe
Mecklenburg-Vorpommern/Schwerin (RA). Die Zahl gefundener toter Wildvögel geht in Mecklenburg-Vorpommern weiter zurück. Bei Beobachtungsflügen entlang der Küste und über Rügen seien kaum noch verendete Wildvögel festgestellt worden, teilte der Interministerielle Führungsstab nach der Lagebesprechung am Freitag mit.
Am Donnerstag waren insgesamt 216 Vögel an das Landesamt für Landwirtschaft und das Friedrich-Loeffler Institut auf der Insel Riems geschickt worden. 165 Proben wurden untersucht. In fünf Fällen - drei von der Insel Rügen und zwei aus dem Landkreis Nordvorpommern - wurde das Vogelgrippevirus nachgewiesen. Die Zahl positiver Nachweise von H5N1-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern liegt damit insgesamt bei 127 Wildvögeln und einer Katze. Seit dem 1. Februar 2006 wurden 3.218 tote Tiere aus allen Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns untersucht.
Auf der Insel Rügen soll am Freitag der Betrieb der Wittower Fähre wieder aufgenommen werden. Die zur Fähre führende Straße kann uneingeschränkt befahren werden, der Strandbereich bleibt aber gesperrt. Desinfektionsanlagen des THW werden derzeit noch im Fährhafen Sassnitz/Mukran und auf der Halbinsel Bug betrieben. Die Bundeswehr will bis zum Samstag ihre Einheiten von Rügen abziehen, bleibe aber mit dem Führungsstab vor Ort und halte weiter Einsatzkräfte in Bereitschaft.
Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus begrüßte die Eilverordnung des Bundes als weitere Maßnahme zur Bekämpfung der Vogelgrippe. Tierhalter müssen sicherstellen, dass ihre Hunde und Katzen in Sperrgebieten und Beobachtungszonen nicht frei umherlaufen. "Geflügelhalter müssen unbedingt die Seuchenschutzbestimmungen einhalten. Dazu gehört auch, dass die Ställe gegen Schadnager wie Ratten und Mäuse gesichert sind", sagte Backhaus. Die Eilverordnung tritt am Samstag um 00.00 Uhr in Kraft.
« Nächster Artikel
Notwendigkeit der intensiven Schwarzwildbejagung
Vorheriger Artikel »
Hinweise an die Bevölkerung
