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Dieser Artikel wurde am 29. März 2006 um 03:45 Uhr in der Rubrik Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Wirtschaftsverbände starten gemeinsame Aktionen

Jedes Unternehmen ist so stark wie das Hinterland die Familien der Mitarbeiter Rügen (apf). Am vergangenen Samstag haben sich die Mitglieder der Wirtschaftsverbände zusammen mit dem Verein Rügen tut gut e.V. zu einem Familientag im Nationalparkzentrum Königsstuhl getroffen. Zu Beginn wurde von den Vertretern des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Kreishandwerkerschaft Rügen, DeHoGa und der IHK Rostock festgestellt, dass es doch sehr erfreulich und zukunftsträchtig sei, dass alle zum ersten Mal etwas gemeinsam organisiert haben, so Eckhard Kohls, Repräsentant des BVMW auf Rügen. Das sei wohl dem Thema geschuldet: Unternehmen und Familie. Ein Thema, das alle angeht, denn jedes Unternehmen besteht aus Familienmitgliedern. Wie dieser Umstand in der täglichen Praxis für das Unternehmen und die Mitarbeiter gleichsam besser zu berücksichtigen ist, um wirtschaftlichen Erfolg auf beiden Seiten zu bewirken, darum ging es an diesem Tag. In interessanten Vorträgen wurde auf diese Problematik aus der Sicht der Praxis eingegangen. Jutta Köhler, Verwaltungsleiterin im Reha-Zentrum Lübben, verstand es ausgezeichnet, aus ihrem Unternehmen zu Fragen der Familienfreundlichkeit zu berichten. Sie konnte auch den daraus resultierenden Mehrwert für ihre Einrichtung herausstellen wie beispielsweise positive Effekte beim Krankenstand. Auch habe sich das Betriebsklima wesentlich verbessert und die Fluktuation habe abgenommen, was für ein gut funktionierendes Unternehmen von existentieller Bedeutung ist. Die Unternehmen müssen in stärkerem Maße die demografische Entwicklung beobachten und diese bei der strategischen Ausweitung ihrer Unternehmen im Blick behalten.

Elke Behm, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bei der Arbeitsagentur Stralsund zeigte Möglichkeiten zur Anwendung flexibler Arbeitszeiten auf, denn mit diesem Instrument ließen sich motivierende Voraussetzungen schaffen. Wenn Arbeitnehmer den Kopf frei haben, wirkt sich dies zumeist direkt in der Arbeitsleistung positiv aus. Auch Regine Steinhauer von der Hertie-Stiftung Berlin gab Hinweise, wie sich Engagement für Familie in wirtschaftlichen Vorteil wandeln kann. Obwohl eine stärkere Beteiligung seitens der Unternehmen erwartet war, ist der erste gemeinsame Auftritt als ein zukunftsträchtiges Zeichen zu werten. Das Fazit bei allen Beteiligten bestand darin: Wir machen weiter und werden gemeinsam weitere Veranstaltungen auf der Insel anbieten, so Kohls.