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Dieser Artikel wurde am 02. März 2011 um 01:49 Uhr in der Rubrik Lokale Politik veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Wer „leitet“ neuen Kreis nach den Wahlen?

Landräte Drescher und Kassner: Einer wird kommissarisch „regieren“

Bergen auf Rügen (gü). Wer wird den neuen Landkreis nach den erfolgten Kreistags- und Landratswahlen am 4. September kommissarisch „regieren“? Das werden die beiden im Aufbaustab Landkreisneuordnung mitarbeitenden Landräte Kerstin Kassner (DIE LINKE) und Ralf Drescher (CDU) bei der nächsten Sitzung dieses Gremiums zu besprechen haben. Wenn die Wahl zum neuen Landrat am 4. September nicht entschieden sein sollte und es 14 Tage später zu einer Stichwahl kommt, muss der neue Kreis dennoch „geleitet“ werden, da die Verwaltung ihre Arbeiten fortsetzt, ehe der neue Landrat dann ernannt wird. Denn der neue Kreis ist mit der Wahl zum neuen Kreistag faktisch ab 5. September als Gebietskörperschaft geschaffen. Bis der Sieger der Landratswahlen also stattfindet, muss es einen Verwaltungschef geben – auf Abruf.

Eine Mehrheit der Mitglieder des zeitweiligen Ausschusses Landkreisneuordnung des Kreistages hat sich während der letzten Sitzung dafür ausgesprochen, dass es zu den avisierten Kreistagswahlen drei Wahlbereiche auf Rügen geben soll (der OSTSEE ANZEIGER - Der Rüganer berichtete bereits zum Thema). Eine endgültige Abstimmung darüber wird der Kreistag auf seiner nächsten Sitzung am 10. März vornehmen. Dann werden die Wahlbereiche festgezurrt, wie es während der Sitzung hieß. Auch der Kreistag Nordvorpommern wird vermutlich seine Wahlbereiche noch einmal verändern und erweitern.

Des weiteren haben sich die Mitglieder auch über einen Namensvorschlag für den neuen Kreis beraten. Hierbei sollen jedoch die Fraktionen Vorschläge erarbeiten und während der Sitzung des Kreistages zur Abstimmung bringen. Trotzdem wurde von Uwe Dalski (DIE LINKE) und Uwe Ahlers (FDP) der Vorschlag „Fürstentum Rügen“ ins Rennen geschickt, Burkhard Lenz und Gustav Lüth (beide CDU) plädierten für Ostseekreis-Stralsund. Karin Giesel (BfR) will Rügen im neuen Namen finden.