Weniger Knete fürs Klima
Geplantes Klimaschutzkonzept fällt wohl kleiner aus
Bergen auf Rügen (gü). Weniger Geld für das geplante Klimaschutzkonzept des Landkreises! Landrätin Kerstin Kassner (DIE LINKE) informierte die Mitglieder des Kreistages während ihrer letzten Sitzung über eine niedrigere Förderung des Vorhabens. Kassner wörtlich: „Hinsichtlich unseres Kommunalen Klimaschutzkonzeptes hat uns der Projektträger mitgeteilt, dass aufgrund der Kürzung von Haushaltsmitteln für den Bereich Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums in diesem Jahr nur eine 60-prozentige Förderung möglich ist.
Derzeit prüfen wir, welcher Leistungsumfang mit den verbleibenden Mitteln erbracht werden könnte. Wir möchten gern an dem Antrag festhalten und die Auftragssumme entsprechend der Fördermöglichkeit und den vorhandenen Eigenmitteln anpassen.“ Ein Paukenschlag, mit dem sich in der letzten Woche auch die Mitglieder des Umweltausschusses des Kreistages zu befassen hatten. Bisher sind die Verantwortungsträger davon ausgegangen, dass es für das geplante 300.000 Euro teure Konzept eine 80-prozentige Förderung gibt. Die Eigenmittel in Höhe von 60.000 Euro sind bis dato durch die Sparkasse Rügen abgedeckt. Ein entsprechender Beschluss wurde seitens des Kreistages bereits im letzten Jahr gefasst.
Nunmehr wackelt die Finanzierung gewaltig. Bei einer 60-prozentigen Förderung kommen „nur noch“ 90.000 Euro seitens des Bundes für das Konzept in den Topf, der dann mit 150.000 Euro gefüllt wäre. Teurer darf das Konzept nicht werden, da keine weiteren Eigenmittel im Kreishaushalt vorhanden sind, wie Jan Trenkmann, Leiter des Umweltamtes des Kreises, unterstreicht. Mit dem Kommunalen Klimaschutzkonzept wollte der Kreistag Vorreiter in Sachen Klimaschutz im Nordosten des Landes werden. Immerhin 40 Prozent weniger Kohlendioxidausstoß und 30 Prozent weniger Energieverbrauch in den kommenden zehn Jahren sollten mit den entsprechenden Maßnahmen eingespart werden.
Mit den Informationen seitens der Landrätin während des Kreistages können die Arbeiten auch nach einer Förder-Genehmigung dieses Jahr nicht beginnen. Denn die Mittel sind in 2010 ausgeschöpft, so dass jetzt die Hoffnung auf das Jahr 2011 bleibt.
« Nächster Artikel
8. Baaber Gartenfestival lockt in den Kurpark
Vorheriger Artikel »
Das perfekte Dinner
