Welche Nutzungen wird es im Marstall geben?
Prestigeobjekt wird am 12. März übergeben: Aktuell noch kein Konzept zur Betreibung
Putbus (gü). Zoff um den Marstall! Das prestigeträchtige Bauwerk im Park der Residenzstadt soll am Montag, 12. März, nach aufwändigen Sanierungsarbeiten übergeben werden. Aber, es existiert kein Konzept, wie der Marstall in diesem Jahr genutzt und vermarktet werden soll. Ein Zustand, den die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus während ihrer jüngsten Sitzung in der letzten Woche stark kritisierten, wie Ausschussvorsitzende Regina Dabel (CDU) unterstreicht.
„Wir müssen jetzt schnell ein Konzept erstellen lassen, dass der Marstall nicht nur kostet, sondern der Stadt auch Einnahmen bringen kann“, so die Forderung aus dem Ausschuss. Am Montagabend dieser Woche trafen sich die Mitglieder der Stadtvertretung zu ihrer aktuellen Sitzung. Dort spielte das Thema ebenfalls eine Rolle während der Beratungen. Immerhin hat die Stadt in das historische Gemäuer und den rund 600 Personen fassenden Saal abschließend nochmals 1,5 Millionen Euro investiert.
Stadtvertreter Manfred Schmidt fragte bei Bürgermeister Harald Burwitz (FDP) nach einem Konzept. Dieser verwies darauf, dass es ein solches Konzept zur Betreibung noch nicht gäbe. Die Frage nach der Verantwortung nach der offiziellen Übergabe des Gebäudes konnte der Bürgermeister mit Verweis auf das Bauamt der Stadt beantworten. Bauamtsleiter Klaus Möller erklärte den Stadtvertretern, dass es nach der technischen Übergabe einen Mitarbeiter gebe, der sich um alle technischen Details kümmert. Am Montag, 5. März, wird die Baubehörde des Landkreises das Gebäude technisch abnehmen. Am Donnerstag, 8. März, wird es dann von der verantwortlichen BIG Städtebau als Sanierungsträger an die Stadt übergeben. Eine offizielle Eröffnung und Übergabe gibt es dann wie eingangs erwähnt am 12. März.
Möller und Burwitz können sich vorstellen, dass der Marstall dann in die Verantwortung des Eigenbetriebes übergehe. Dort gibt es die Abteilung Liegenschaften und die Abteilung Tourismus, die sich die Betreibung und Unterhaltung teilen könnten.
Regina Dabel hatte sich einen weiterführenden Beschluss der Stadtvertreter erhofft, dass der Eigenbetrieb beauftragt wird, sich Rat und Tat bei der Tourismuszentrale Rügen zu holen. „Dort sitzen Profis, die solch ein Konzept erstellen können“, ist sich die Vorsitzende des Putbusser Tourismus- und Gewerbevereins sicher.
Gespräche dieser Art kündigte allerdings Stadtvertreter Uwe Driest (B90/Die Grünen) an. Er habe nach eigenen Aussagen Kontakt zu TZR-Geschäftsführer Ralf Hots-Thomas, um mit ihm ein Engagement der TZR zu besprechen. Das Gespräch findet in dieser Woche statt . . .
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