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Dieser Artikel wurde am 28. Februar 2006 um 00:58 Uhr in der Rubrik Vogelgrippe (Aktuell) veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Weitere Politiker zum Vogelgrippe-Besuch auf Rügen

Landes- und Bundesminister besuchten die Insel

Von Wolfgang Urban

Rügen. Jetzt waren wohl alle hochrangigen Politiker der Landes- und Bundesebene auf Rügen, die irgendwie etwas im Zusammenhang mit der Vogelgrippe zu verkünden haben. Nein. Stopp, da ist ja noch eine Bundesministerin, die nicht auf unserer herrlichen Insel war, sich aber in diversen Zusammenhängen zur Vogelgrippe geäußert hat. Sie wissen, wer das ist? Ja, die Bundesministerin für Gesundheit Ulla Schmidt (SPD) war noch nicht zum Vogelgrippe-Besuch bei uns.

Ob sie kommt, ist indes zweifelhaft. Inzwischen gibt es auch jenseits von Rügen attraktive Vogelgrippe-Reiseziele, wenn sich Bundesminister einmal jenseits der Hauptstadt informieren wollen oder einfach Lust haben, sich vor Ort mit einem großen Medienaufgebot in Szene zu setzen. Eines der neuen und bis zum Redaktionsschluss dieser Zeitung wenig beachteten Ziele für Medienauftritte könnte doch eigentlich der Bodensee sein. Er befindet sich zudem auch bedeutend näher an der rheinisch-westfälischen Heimat von Ulla Schmidt als Rügen. Jedenfalls könnte es sein, dass der Reigen der hochrangigen Politikerbesuche auf unserer Insel mit dem Kurzaufenthalt von Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) am vergangenen Samstag vorerst beendet ist. Seit seinem Besuch hat es Rügen nun geschafft auch wieder einen Spitzenplatz mit mehreren Fotos auf der Internetseite des Bundesverteidigungsministeriums zu erklimmen.

Dort wurde bei Redaktionsschluss dieser Zeitung u.a. über den Besuch des Verteidigungsministers verkündet: Der Verteidigungsminister besuchte am 25. Februar 2006 die Unterstützungskräfte der Bundeswehr zur Eindämmung der Geflügelpest auf der Insel Rügen. Das ist indes eine etwas problematische Formulierung, denn unter unserem Nutzgeflügel ist die Pest noch nicht ausgebrochen (Entenfehlalarm siehe Seite 17). Angesichts dessen sollte man wohl lieber weiter von Vogelgrippe bei Wildvögeln sprechen. Der Minister dankte jedenfalls auf Rügen den Soldatinnen und Soldaten für die gute zivil-militärische Zusammenarbeit. Sie haben in beispielhafter Weise, so Jung, einen positiven Beitrag geleistet, dass eine Übertragung und Weiterverbreitung der Vogelgrippe eingedämmt werden kann.

Bereits einige Tage zuvor hatte Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff die Einsatzbereitschaft aller Helferinnen und Helfer von Bundeswehr, Technischem Hilfswerk und den Freiwilligen Feuerwehren gewürdigt. Nach meinem Eindruck klappt die Zusammenarbeit der Institutionen sehr gut, sagte er.