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Dieser Artikel wurde am 03. Februar 2009 um 12:25 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Wechsel beim Landschaftspflegeverband

Sabine Bath neue Geschäftsführerin / Dr. Bernd Rost in Ruhestand verabschiedet

Bergen auf Rügen (gü). Mit einem dicken Aktenordner unter dem Titel „Rügen-Eule“ hatte alles begonnen! Dr. Bernd Rost, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Rügen e.V., erinnerte sich am gestrigen Freitag anlässlich seiner Verabschiedung an den Beginn seiner „Umweltschutz-Karriere“ auf Rügen. Zahlreiche Vertreter von Gemeinden, Vereinen und Umweltschutzverbänden der Insel waren gekommen, um ihn in den Ruhestand zu verabschieden. Gleichzeitig wurde an Sabine Bath der „Staffelstab als Geschäftsführerin“ übergeben, wie es Reinhard Liedtke, stellvertretender Vorstand des Vereins, formulierte. Sie wird künftig für die Geschicke des Landschaftspflegeverbandes Rügen e.V. verantwortlich sein.

Zu Beginn der 1990er-Jahre initiierte der Verein Insula Rugia einen Antrag auf Unterstützung von Umweltschutzprojekten auf Rügen. Dr. Bernd Rost wurde aus fünf Kandidaten für eine entsprechende ABM-Stelle auserkoren, wie sich Hans-Dieter Knapp, Vorsitzender des Vereins Insula Rugia, dabei erinnerte. Er sollte mit der Akte „Rügen-Eule“ die nötigen Vorbereitungen treffen, um die Antragsstellung zu unterstützen. Bis dato hatte der in Altenkirchen lebende Rost „nichts mit Umweltschutz zu tun“, wie er in seinen Erinnerungen am gestrigen Tag unterstrich. Doch seine vorherige Tätigkeit in der Landwirtschaft prädestinierte ihn für die Stelle, ergänzte Knapp.

Da die Kommunen in dieser Zeit nach der Wende „Zweckverbandsgeschädigt waren“, so Dr. Rost, wurde überlegt, welche Form gewählt werden könnte, um die bereit gestellten Fördermittel für Naturschutzgroßprogramme zu beantragen. So wurde am 23. September 1994 der Landschaftspflegeverband Ostrügen e.V. gegründet. Dieser fungierte ab 1995 als Projektträger für das Naturschutzgroßprojekt Ostrügensche Boddenlandschaften, das im letzten Jahr abgeschlossen werden konnte.

Dr. Bernd Rost war in diesen 15 Jahren als Projektleiter und ehrenamtlicher Geschäftsführer tätig. Der Landschaftspflegeverband hat in dieser Zeit rund 12 Millionen Euro für entsprechende Projekte ausgegeben. Damit wurde beispielsweise der Schmachter See renaturiert. Es handelt sich mit einem Volumen von rund 3,8 Millionen Euro um das größte Einzelvorhaben in dieser Zeit. Des weiteren wurden militärische Altlasten in Klein Zicker rückgebaut, der Polder Neuensien wurde vernässt und auch der Waldpark Semper wurde renaturiert, erinnerte sich Rost an die größeren Vorhaben. Die Entbuschung der Feuersteinfelder bei Neu Mukran war übrigens die erste Maßnahme des Landschaftspflegeverbandes Ostrügen.

Hintergrund: Heute sind fast alle Gemeinden im Landschaftspflegeverband Rügen als Mitglied vertreten. Eine Situation, die sich aus dem Beitritt des einstigen Landschaftsverbandes Rügen e.V. zum Landschaftspflegeverband Ostrügen zum 1. Januar 2008 ergeben hat, wie Rost betont. Seitdem heißt der Verband Landschaftspflegeverband Rügen e.V., der sich um Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen auf Deutschlands größter Insel kümmert. Ziel des Verbandes ist es insbesondere, mit seinem Wirken einen Beitrag zu leisten, die naturnahe Kulturlandschaft Rügens mit ihrer überaus hohen Biotopvielfalt zu wahren und zu pflegen, für Rüganer und ihre Gäste erlebbar zu machen und zerstörte Naturräume wieder herzurichten. Er leistet damit einen wirksamen Beitrag zur Wahrung des nationalen Naturerbes auf Rügen, ist als Präambel der Satzung nachzulesen.

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