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Dieser Artikel wurde am 26. August 2009 um 02:42 Uhr in der Rubrik Lokale Politik veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Wahlkampfveranstaltung der CDU in Binz

Eindeutige Orientierung im Bundestagswahlkampf auf eine Koalition der CDU/CSU mit der FDP

Ostseebad Binz (ur). Angesichts von viel Sonnenschein in jüngster Vergangenheit hatte die CDU großes Pech, dass ausgerechnet ihre Wahlkampfveranstaltung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel während der Stunden mit Regen stattfand. Dennoch war der Kurplatz in Binz gut besucht und die Anwesenden harrten im Regen aus, als die Kanzlerin von der vor Regen geschützten Bühne sprach. Dabei verdeutlichte sie, warum die CDU am liebsten im Ergebnis der Bundestagswahl eine Koalition mit der FDP eingehen würde. Auffallend dabei, dass dies nicht mit einer polemischen Abrechnung in Richtung SPD verbunden war.

In ihrer von Sachlichkeit und einem unaufgeregten Ton gehaltenen Rede zeigte Angela Merkel vielmehr jene Gebiete auf, bei denen CDU und FDP inhaltlich näher beieinander sind als CDU und SPD. Durch diese an Sachfragen orientierte Herangehensweise konnte sie auch Ergebnisse der Arbeit der großen Koalition, an der die SPD bekanntlich beteiligt ist, in positiver Weise erwähnen. Dabei verdeutlichte sie, dass man ohne die Finanz- und Wirtschaftskrise auch das Verschuldungsproblem des Staates in der beabsichtigten Weise in den Griff bekommen hätte. In diesem Zusammenhang kritisierte sie die Verantwortlichen für die Finanzkrise und jene Banker, die mit ihren Verhaltensweisen nichts aus der Krise gelernt haben. Bei der Benennung des diesbezüglich notwendigen politischen Handelns betonte sie:

„Wenn es keine Regeln gibt, dann regiert die Gier!“ Es sei notwendig, die soziale Marktwirtschaft zu stärken und mit Blick auf die Situation in der Welt zeigte sie, dass die soziale Marktwirtschaft ein „Exportschlager“ sein kann. Sie warb dabei auch für ein Engagement, mit dem deutsche Spitzenpositionen im internationalen Wettbewerb möglich sind. „Ich möchte dass der Wohlstand bei uns zuhause ist“, betonte Angela Merkel. Dazu seien Wachstumskräfte notwendig, für die die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen müsse. Für die Bundeskanzlerin sind dabei Bildung, Forschung und Entwicklung besonders wichtig.

Mehrfach wurde die Rede von Angela Merkel von viel Beifall unterbrochen. Auf die auch vorhandenen Buh-Rufe und Pfeifkonzerte ihrer politischen Gegner reagierte sie gelassen.

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