Vorweihnachtlicher Besuch bei der DGzRS
Besatzung des Rettungskreuzers Wilhelm Kaisen nahm Spenden entgegen
Sassnitz (apf). Am vergangenen Samstag bekam die diensthabende Besatzung des Rettungskreuzers Wilhelm Kaisen am Liegeplatz im Sassnitzer Stadthafen gleich doppelt Besuch. Grund dafür: Gesammelte Spendengelder wurden überbracht, um die Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger finanziell zu unterstützen.
Der 1. Vormann Hartmut Mühlwald konnte zunächst eine Delegation der Segelgemeinschaft Störtebeker Ralswiek, gegründet 1975, begrüßen. Schon zur guten Tradition geworden ist ihr alljährlicher Besuch in der Vorweihnachtszeit. Auch diesmal wurde der Erlös aus der Tombola zur Weihnachtsfeier in Höhe von 150 Euro gespendet. Denn wir wissen genau, wie wichtig Euer Einsatz in schwierigen Situationen, in denen auch Segler immer auf Euch rechnen können, ist, so Ernst Nadolski vom Verein. Er grüßt alle Rügener Wassersportfreunde und wünscht diesen und auch den Seenotrettern für das Jahr 2007 Gesundheit und Wohlergehen. Gleichzeitig lädt er zur Regatta Blaues band am Großen Jasmunder Bodden ein.
Während die Segler eine Besichtigung des Rettungskreuzers unternahmen, wandte sich Hartmut Mühlwald der zweiten Gruppe zu. Präsidentin Anja Sacher und die Mitglieder des Inner Wheel Club Rügen Inge Tellschaft und Gundela Knäbe überbrachten ihrerseits eine Spende dieser Vereinigung.
Inner Wheel ist eine weltweite Frauen-Vereinigung, deren Mitglieder weibliche Angehörige von Rotariern oder Inner Wheelerinnen sind. Es ist eine eigenständige Frauenorganisation mit etwa 100.000 Mitgliedern in 100 Ländern. Inner Wheel ist eine Service-Organisation und fühlt sich drei Zielen verpflichtet: der Freundschaft untereinander, dem sozialen Engagement und der internationalen Verständigung. Der IW-Club auf Rügen wurde im Jahr 2000 gegründet und besteht heute aus 16 Mitgliedern. Er engagiert sich vor allem um soziale Projekte auf der Insel Rügen. Durch Beteiligung auf Märkten wie beispielsweise dem Frauen-Weihnachtsmarkt Bergen am Kaufmannshof Hermerschmidt versuchen wir Einnahmen zu erzielen, die wir dann an Hilfebedürftige oder an entsprechende Organisationen weiterleiten, so Präsidentin Anja Sacher. "In diesem Jahr bewegte uns sehr das Schicksal der Fischerfamilien vom verunglückten Kutter Hohewang. Aus diesem Grund wollten wir die diesjährigen Einnahmen einerseits über den Verein Societät Rostock maritim e.V. zur Unterstützung der Rügener Familien und andererseits der DGzRS, ohne die eine Rettung vieler auf See Verunglückter nicht möglich wäre, übergeben."
Die Besatzung bedankte sich bei den drei abgeordneten Frauen auch mit dem Hinweis, dass die Spendengelder auch in eine neuartige Rettungsweste investiert werden, die ein Mehr an Sicherheit durch spezielle Peilsender bewirken, um im Falle des Überbordgehens schnell geborgen werden zu können.
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst (SAR: Search and Rescue) im Seenotfall. Sie führt diese Aufgaben eigenverantwortlich und unabhängig durch. Einsatzzentrale für alle Maßnahmen im maritimen SAR-Dienst der Bundesrepublik ist die Seenotleitung Bremen. Zur Erfüllung der vielfältigen Aufgaben unterhält die DGzRS auf 54 Stationen eine Rettungsflotte von 61 leistungsfähigen Einheiten, vom kleinen Seenotrettungsboot bis zum 46-Meter-Seenotkreuzer, auf denen rund 800 freiwillige sowie 186 festangestellte Besatzungsmitglieder ihren Dienst versehen.
Die DGzRS finanziert sich ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen.
Seit Gründung der DGzRS wurden durch die Seenotretter über 72.000 Menschen aus Seenot gerettet oder aus gefährlichen Situationen befreit. Auch an den Weihnachtsfeiertagen und zum Jahreswechsel werden die Besatzungen auf dem modernen Schiff einsatzbereit sein, um in Notfällen auf See schnelle und lebensrettende Hilfe zu leisten. Wenn Sie die Lebensretter unterstützen möchten, dann können Sie dies über eine Spende in die vielerorts bereit stehenden Spendenschiffchen der DGzRS tun. Oder Sie werden Fördermitglied. Wie das geht, erfahren Sie an Bord oder unter www.dgzrs.de
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