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Dieser Artikel wurde am 19. Mai 2010 um 06:26 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Vorsicht im Greifswalder Bodden

Hinweise der Wasserschutzpolizei M-V

Rügen/Greifswald (apf). Die Nord Stream-Pipeline verläuft künftig 1.220 Kilometer durch die Ostsee. „Mit dem seeseitigen Baustart am 15. Mai ergeben sich sowohl für die Berufsschifffahrt, das Fischereiwesen als auch für die Wassersportler im Revier Greifswalder Bodden und dem Küstenmeer besondere Bedingungen.

Baumaßnahmen zur Nord Stream Pipeline

Insbesondere sind die umfangreichen Baumaßnahmen im Greifswalder Bodden, die bis Ende 2010 andauern werden, eine besondere Herausforderung für die Berufsschifffahrt, die Fischereibetriebe, die Wasser- und Angelsportler und auch für die Wasserschutzpolizei M-V, die Bundespolizei und den Zoll“, heißt es in einer Mitteilung von der Wasserschutzpolizei M-V. In kooperierenden Beratungen mit der Firma Nord Stream haben die Wasserschutzpolizei M-V, die Bundespolizei und der Zoll Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und geeignete Präventions-, Sicherungs- und Schutzmaßnahmen beraten und festgelegt.

Demnach ist im Greifswalder Bodden im Rahmen der Bauphase mit einem deutlich erhöhten Aufkommen von Transport- und Verlegeschiffen, von unterschiedlichen Baggern und anderen Wasserfahrzeugen sowie schwimmenden Geräten mit zum Teil weitreichenden Ankerstahltrossen zu rechnen. In Spitzenzeiten werden bis zu 40 Fahrzeuge auf dem Wasser Arbeiten verrichten.

Die Einrichtung von Sicherheitszonen/-korridoren ist avisiert. Differenziert kann es zu temporären Vollsperrungen in selektiven Arbeitszonen kommen. Ergänzend zu den für den unmittelbaren Baufortschritt genutzten Wasserfahrzeugen gelangen noch Verkehrssicherungsfahrzeuge zum Einsatz.

In diesem Zusammenhang wird das Fahrwasser im Bereich des Boddens zweimal gekreuzt. Die Boote der Wasserschutzpolizei, der Bundespolizei und des Zolls werden schwerpunktmäßig Streifentätigkeit gestalten und lagebedingt im Einsatz sein.

Gute Seemannschaft ist jetzt besonders gefragt

Beim Befahrern des Greifswalder Boddens ist deshalb die Einhaltung der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung und der internationalen Regeln zur Verhütung von Zusammenstößen auf See (Kollissionsverhütungsregeln - KVR) konsequent einzuhalten, heißt es weiter. Gute Seemannschaft bedeutet auch die konsequente Einhaltung allgemeiner seemännischer Sorgfaltspflichten. Bringen Sie Seekarten und Seebücher auf den neuesten Stand, legen Sie diese auch zur Nutzung bereit. Informieren Sie sich, auf welchen Frequenzen die Verkehrszentralen senden, Hören Sie Seewetterberichte und unterrichten Sie Ihre Crew über das beabsichtigte Fahrtgebiet und deren Besonderheiten.

Machen Sie sich vor Antritt der Fahrt zum Revier allumfassend und mit aktuellen Informationen sachkundig, nutzen Sie dazu das Hafenhandbuch M-V, Revierführer, das elektronische Wasserstraßen-Informationssystem (ELWIS - www.elwis.de) und aktuelle Fahrwasserinformationen über den Schiffsverkehrsdienst. Beachten Sie die Bekanntmachungen für Seefahrer, insbesondere die (T) 057/2010 des WSA Stralsund aus aktuellem Anlass. Viele Infos finden Sie auch in den Aushängen der Marinas, der Sportboothäfen und der Bootsanliegerplätze. Bitte folgen Sie strikt den Anweisungen der Besatzungen von Verkehrssicherungsfahrzeugen und werden Sie nicht zu Baustellentouristen. Sie gefährden sonst sich und andere Seeverkehrsteilnehmer. „Gemeinsam mit Nord Stream sind wir bemüht, Sie mit ausreichend und aktuellen Informationen über die verschiedenen Medien zu den relevanten Befahrensgebieten zu versorgen.

Informationen für Schiffsführer und Crew

Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, jederzeit Auskünfte bei der Firma Nord Stream unter www.nord-stream.com bzw. kontakt@nord-stream.com oder bei der Wasserschutzpolizeiinspektion Wolgast in der Breite Straße 21 in 17438 Wolgast, Telefon (03836) 23720, E-Mail wspd.mv.wspi-wolgast@t-online.de oder auch jeder anderen Wasserschutzpolizeidienststelle im Land M-V einzuholen.