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Dieser Artikel wurde am 09. März 2011 um 07:42 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Volksbund Rügen jetzt mit Wilhelm Hacker an der Spitze

Kriegsgräberfürsorge auch als Mahnung zum Frieden betrachten

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Beisitzer Kristine Kasten, Kreisverband Vorsitzender Wilhelm Hacker, Landesvorsitzender Lorenz Chaffier und Beisitzer Rainer Feit (v.l.n.r.) nach der Wahl. Foto: Pfaffe

Bergen auf Rügen (apf). Im Beisein des Landesvorsitzenden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Innenminister Lorenz Caffier, hat der am 29. Oktober 2005 gegründete Kreisverband Rügen am vergangenen Freitag in der Aula des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium in Bergen turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Diesem steht nun für die nächsten vier Jahre Wilhelm Hacker (71) als Vorsitzender vor. Als Beisitzer wurden einstimmig Rechtsanwalt Rainer Feit, und Kristine Kasten, stellvertretende Schulleiterin am Gymnasium, gewählt, welche den durch Dr. Christian Schnitzer aus Altersgründen zur Verfügung gestellten Platz besetzt.

„Wilhelm Hacker ist landesweit einer der Aktivisten im Volksbund, wenn es um die Spendensammlung und auch Kriegsgräberpflege geht“, so Rainer Feit. „So haben wir uns darauf verständigt, dass es zweckmäßig ist, wenn er auch den Vorsitz innehat. Klar ist das auch eine berufliche Entlastung für mich, doch ich bleibe dem Vorstand als Beisitzer ja erhalten.“ Warum sich Wilhelm Hacker trotz seines Lebensalters einem weiteren verantwortungsvollen Ehrenamt stellt beantwortet er wie aus der Pistole geschossen: „Gerade in den neuen Bundesländern gibt es einen sehr großen Nachholbedarf in Sachen Kriegsgräberfürsorge. Hier muss dringend etwas getan und nicht nur geredet werden. Ich habe mir dies zur Lebensaufgabe gemacht, weil mein Vater und mein Onkel ebenso im Krieg geblieben sind, wie so viele. Wir wollen auch bewirken, dass sich die jungen Leute des Themas annehmen und letztlich dafür einsetzen, dass nie wieder Krieg und Gewaltherrschaft zugelassen werden. Und in diesem Sinne sind wir es unseren Vätern, Brüdern und Kameraden schuldig, dass diese Kriegsgräber erhalten und gepflegt werden- auch als Mahnung zum Frieden.“ Insgesamt 78 aktive Mitglieder und über 100 Spender hat der Kreisverband Rügen des Volksbundes, der sich auch in diesem Jahr konkrete Projekte vorgenommen hat. So werde man dafür Sorge tragen, dass das Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges im Schlusspark zu Putbus ein würdigendes und ehrendes Aussehen erhält. Auch auf dem Friedhof in Dranske soll die Grabstätte der 1968 dorthin umgebetteten Kriegsopfer eine Neugestaltung erfahren und eine Tafel mit deren Namen erhalten. Auch des Ehrenmals im Bergener Rugard, welches an die Toten des 1. Weltkrieges erinnert, und das sich in desolatem Zustand befindet, werde man sich annehmen.