Springe zu: Navigation | Inhalt | Aktuelle Themen
Dieser Artikel wurde am 12. Mai 2010 um 06:20 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. würdigte Wilhelm Hackers starkes Engagement

Sagard (apf). Seit dem Jahr 2000 engagiert sich der Sagarder Wilhelm Hacker auf der Insel Rügen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gegen das Vergessen. Im vergangenen Jahr hat er für die Realisierung der Arbeit des Volksbundes als Einzelsammler 2.750 Euro gesammelt. „Wir leben über 60 Jahre im Frieden, immer weiter von der schlimmen Zeit der Kriege entfernt. Da kann das Geschehen leicht in Vergessenheit geraten - und das birgt dann neue Gefahren“, begründet Wilhelm Hacker sein Engagement. Er sieht in der Pflege der Kriegsgräber eine Mahnung zum Frieden, besonders auch für die junge Generation.

In 21 Kriegsgräbern auf der Insel Rügen ruhen 1.490 Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. „Diese Stätten zu pflegen ist eine Sache der Menschlichkeit“, so Wilhelm Hacker. An vielen der Kriegsgräber auf Rügen hat er bei der Instandsetzung und Pflege mitgeholfen. Nun soll das Grab auf dem „Alten Friedhof“ in Sassnitz erneuert werden, in welchem unter anderem 30 Matrosen des Zerstörers „Z 28“, die beim Bombenangriff am 6. März 1945 ums Leben gekommen sind, erdbestattet wurden.

Viele Ehrungen hat Wilhelm Hacker für sein außergewöhnliches Engagement erhalten. So die Albert Schweitzer Medaille (2006), die Kant Medaille (2007), die Heuss Medaille (2008) und die Haas Medaille des Landesverbandes M-V im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und ebenso dessen Friedensglocke 2009.

Am 22. April dieses Jahres wurde Wilhelm Hacker nun bei einer Festveranstaltung im Festsaal des Landtages im Schloss zu Schwerin die Bronzene Ehrennadel des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und dem Kreisverband Rügen die Anerkennungsplakette in Bronze verliehen.