Vernunft-Hochzeit von Thesenvitz und Bergen
Gebietsänderungsvertrag zum Vorteil beider Gemeinden unterzeichnet

Bürgermeisterin Andrea Köster für Bergen auf Rügen und Bürgermeister Burkhard Bartel für Thesenvitz besiegeln den Vertrag zur Eingemeindung zum 1. Januar 2011. Foto: Pfaffe
Bergen auf Rügen (apf). Die Bürgermeisterin der Stadt Bergen auf Rügen, Andrea Köster, hat mit ihrem Amtskollegen Burkhard Bartel aus Thesenvitz und den jeweils 1. Stellvertretern des Bürgermeisters, Astrid Schlegel für Bergen und Bernd Metzner für Thesenvitz am letzten Donnerstag den Vertrag zur Eingemeindung der Gemeinde Thesenvitz in die Stadt Bergen besiegelt. Nun bleibt es im Ermessen des Amtsausschusses und des Kreistages, diesem Vertrag, der einer Vernunft-Ehe gleich kommt, zuzustimmen. „Die Gemeinde weist schon jetzt (394 Einwohner - Anm. d. Red), da sie auf Grund geringer Einnahmen über keinen freien Finanzspielraum verfügt, keine ausreichende finanzielle Leistungsfähigkeit auf. Spätestens nach 2012 wird sich dieser Zustand dramatisch verschärfen. Sie kann dann finanzielle Forderungen nur noch teilweise erfüllen“, heißt es in der Begründung auf Thesenvitzer Seite, und auch: „Derzeitig besteht noch die Möglichkeit, aus eigenem Bestreben heraus, der drohenden Leistungsunfähigkeit und ihren genannten Folgen durch freiwillige Fusionen zu begegnen.“ Einstimmig hatten die Vertretungen beider Orte diesem Ansinnen zugestimmt, schließlich sei dies eine Entscheidung für die Zukunft, welche beiden Gemeinden und deren Einwohnern zu Gute kommt, so Bürgermeister Bartel, der sich nach seinen Worten nicht von den Geschehnissen der Zeit treiben lässt, sondern dieser immer einen Schritt voraus sein will - weil muss, um der Einwohner Wohl wegen. Vertraglich ist alles bestens geregelt, sind sich die Partner einig, und auch darüber, dass Bergen als Mittelzentrum gestärkt und Thesenvitz ebenso stärker wird, da es nun ab 1. Januar 2011 zur Stadt Bergen auf Rügen zählt. So findet eine schwere aber dennoch gute Entscheidung sein richtiges Ende.
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