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Dieser Artikel wurde am 26. Juli 2006 um 02:37 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Verliebte Rehe im Straßenverkehr

Jetzt erhöhte Unfallgefahr durch Blattzeit / Jagdausstellung tgl. von 11 bis 18 Uhr

Wollin / M-V (ur). Noch bis zum 15. September ist täglich von 11 bis 18 Uhr auf dem Hof Wollin die Ausstellung des Kreisjagdverbandes Rügen e.V. Mensch und Natur zu sehen. Der Ausstellungsort ist leicht zu finden. Wer die Straße von Altenkirchen zum Kap Arkona fährt, entdeckt die gut ausgeschilderter Zufahrt zum Hof Wollin auf der linken Seite. Wie der Kreisjagdverband Rügen e.V. mitteilte wird während der Ausstellungszeit auch immer ein Jäger anwesend sein, um fachkundige Auskunft zu geben. Auf zwei zur Zeit brisante Probleme macht das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei von M-V jetzt aufmerksam.

Es handelt sich um den Fuchsbandwurm (siehe Beitrag unter diesem Artikel) und die Unfallgefahr durch das Rehwild: Liebestolles Rehwild kann auf den Straßen zur Gefahr werden. Im Juli und im August herrscht die Paarungszeit des Rehwildes, die so genannte Blattzeit. Während dieser Zeit treiben die Rehböcke die weiblichen Tiere vor sich her, bis die Ricke die Paarung zulässt. Dabei nehmen die Tiere jedoch kaum Rücksicht auf Straßen und Fahrzeuge. Liebe macht ja bekanntlich blind.

Gerade während der Blattzeit des Rehwildes kommt es verstärkt zur erhöhten Unfallgefahr auf unseren Straßen. Deshalb sei es wichtig, so Minister Dr. Till Backhaus (SPD), in den Morgen- und Abendstunden, mit erhöhter Aufmerksamkeit und angepasster Geschwindigkeit zu fahren. Zudem würden gerade die Böcke an heißen, schwülen Tagen insbesondere zur Mittagszeit zu erhöhter Mobilität neigen. Daher sei auch in dieser Zeit noch einmal besondere Vorsicht geboten. Und: selten kommt ein Reh allein. Überquert ein Reh plötzlich die Straße, so folgt meistens noch ein weiteres. Unbedingt sollten die Verkehrsschilder Wildwechsel beachtet werden. Im Falle eines drohenden Zusammenstoßes mit einem Wildtier sollte im Interesse der eigenen Sicherheit kein Ausweichmanöver durchgeführt werden. Im Jahr 2005 kam es auf den Straßen in Mecklenburg-Vorpommern zu 11.251 Verkehrunfällen mit Wildtieren... Wildunfälle müssen der Polizei oder dem Jagdausübungsberechtigten, soweit bekannt, gemeldet werden.

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