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Dieser Artikel wurde am 12. August 2009 um 01:23 Uhr in der Rubrik Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Verkehrsminister Schlotmann: Gutes Angebot

Betrieb der Bahnlinie Bergen - Lauterbach Mole neu vergeben

Bergen auf Rügen (DR). Künftiger Betreiber auf der 13 Kilometer langen Normalspurstrecke Bergen auf Rügen - Lauterbach Mole ist ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 für die nächsten neun Jahre die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH (PRESS). Gegenwärtig wird die Linie noch von der Ostseeland Verkehr GmbH (OLA) betrieben. Dies geht aus einer der Redaktion vorliegenden Mitteilung des Schweriner Verkehrsministeriums hervor.

Das im März von der landeseigenen VMV - Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH gestartete Vergabeverfahren ist mit dem Zuschlag an die PRESS nun abgeschlossen. Das mittelständische Eisenbahnverkehrsunternehmen aus Sachsen war mit einem regional ausgerichteten Konzept erfolgreich. Seit 2008 dampft auf Rügen bereits die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Schmalspurbahn "Rasender Roland" unter der Regie dieses Unternehmens, wie es weiter heißt. Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) sagte: "Einheimische und Touristen wird es gleichermaßen freuen, dass diese schöne Ecke unseres Landes weiterhin gut per Zug erreichbar ist." Auf der Linie pendelt künftig ein moderner Triebwagen des Typs Regio-Shuttle im Zweistundentakt, in der Sommersaison sogar jede Stunde. Zur Saison fahren künftig die zusätzlichen Züge nicht mehr nur bis Putbus, sondern bis zum Endhaltepunkt Lauterbach Mole.

Die Funktion dieser Linie als Bindeglied zum "Rasenden Roland" wird gestärkt, unter anderem mit durchgehenden Fahrkarten von und nach dem Bahnhof Bergen auf Rügen. An ausgewählten Tagen jedes Jahres wird es als Neuerung innerhalb des regulären Fahrplans Fahrzeugeinsätze mit einem historischen Schienenbus geben, so dass hier neben dem modernen Zugangebot zusätzlich auch die Tradition einer Nebenbahn wieder erlebbar wird. Die schrittweise Vergabe aller Leistungen auf der Insel Rügen im Wettbewerb hat in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dort ein attraktives und zugleich finanzierbares Nahverkehrsangebot mit der Eisenbahn zu sichern und bedarfsgerecht weiter zu entwickeln, heißt es abschließend in der Mitteilung.