Untergründe sind untersucht
Fachfirma stellt Gutachten zur Bodenbeschaffenheit vor
Ostseebad Göhren (gü). „Die Gemeindevertretung wird die weitere Verfahrensweise, bzw. den Umgang mit dem Gutachten festlegen. Wir werden selbstverständlich auf Grundlage des Gutachtens jeden neuen Bauantrag prüfen, ebenso jede Bauleitplanung, wie beispielsweise das Urlauberdorf“, so Bürgermeisterin Carola Koos (CDU), nach der Vorstellung eines Gutachtens der Firma geoSPIRS gegenüber dieser Zeitung. Das Gutachten wurde im Beisein von rund 40 interessierten Bürgern der Gemeinde Ende Januar vorgestellt.
Es ist von Richard Ladwein aus Trier erstellt worden. Er hat eine Methode entwickelt, um Untergründe zu untersuchen. Hintergrund des Auftrages durch die Gemeindevertretung waren die Abrutschungen am Nordhang. Ladwein stellte eine Zusammenfassung seiner Untersuchungen und Analysen der geologischen und hydrologischen Beschaffenheiten im Gemeindegebiet vor. Dabei kam er zur zentralen Aussage, dass es weitere gefährdete Stellen in Göhren gibt.
Die Gemeindevertretung ist bei Bauplanungen allerdings nur einer von über 40 Trägern Öffentlicher Belange (TÖB), das Bauamt des Landkreises ist nach wie vor Baugenehmigungsbehörde, betont Koos. Allerdings will sie nunmehr mit dem Gutachten auch den Landkreis in die Pflicht nehmen. Dieser hatte manch negativ beschiedene Bauvoranfrage durch die Gemeinde im Nachgang positiv ersetzt. Mit dem Gutachten ist die gesamte Ortslage untersucht worden und dabei ist klar geworden, wo welches Wasser hinläuft, und für problematische Untergründe sorgt, unterstreichen Ladwein und die Bürgermeisterin unisono. Nun kommt der Praxistest bei nächsten Bauvoranfragen, wenn das Gutachten zu Rate gezogen wird . . .
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