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Dieser Artikel wurde am 08. März 2006 um 06:36 Uhr in der Rubrik Vogelgrippe (Aktuell) veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Unsere Urlaubsgebiete sind sicher

Harald Ringstorff zum Thema Vogelgrippe

Schwerin (RA). Nach Auffassung des Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Harald Ringstorff, handelt es sich bei der Vogelgrippe um "ein Naturereignis, das man nicht planen und vorherbestimmen kann." Mecklenburg-Vorpommern habe aber zahlreiche Vorsorgemaßnahmen durchgeführt, wie z.B. ein großangelegtes Wildvogelmonitoring.

"Die Anzahl der Proben, die in M-V untersucht wurden, ist unübertroffen. Auch waren wir mit den Niedersachsen im Herbst die ersten, die eine Stallpflicht für Geflügel angeordnet haben und das erste Land mit einem Alarmplan für Geflügelpest", erklärte Ringstorff heute in Schwerin. Trotz aller Vorbereitung konnte keiner damit rechnen, dass die Vogelgrippe genau zu diesem Zeitpunkt und gerade auf Rügen auftritt. Die Insel und das Land Mecklenburg-Vorpommern waren als erste in Deutschland mit der Vogelgrippe konfrontiert. Insofern seien auch Anlaufschwierigkeiten in den ersten Tagen nach Bestätigung des Seuchenausbruchs verständlich.

Die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten funktioniere aber gut. Dies gelte für die Kooperation zwischen den Landkreisen und dem Interministeriellen Führungsstab in Schwerin ebenso wie für die Zusammenarbeit mit den anderen Bundesländern, dem Bund und der EU. " Das Krisenmanagement lag und liegt beim Landwirtschaftsminister in guten Händen", bekräftigte der Regierungschef.

Er lobte den Einsatz der vielen zivilen und ehrenamtlichen Helfer, der Mitarbeiter der betroffenen Landkreise und des Interministeriellen Führungsstabes und dankte der Bundeswehr, der Polizei, den Freiwilligen und Berufsfeuerwehren und dem Technischen Hilfswerk für deren Unterstützung. Besondere Anerkennung verdienten auch das Engagement der Veterinäre und der Mitarbeiter im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischer und des Friedrich-Loeffler Institutes auf dem Riems. Gemeinsam hätten sie alle Anstrengungen unternommen, um eine stärkere Ausbreitung der Seuche und das Übergreifen auf Nutztierbestände zu verhindern.

Um negativen Auswirkungen für die Tourismuswirtschaft zu begegnen sprach sich der Ministerpräsident für eine gezielte Aufklärung und Werbemaßnahmen aus, um entstandene Ängste abzubauen. Die Landesregierung werde dafür auch zusätzliche Mittel bereitstellen. Auch die Landwirtschaft werde man nicht im Stich lassen. Was Kosten der unmittelbaren Seuchenbekämpfung betrifft, werde es eine faire Aufteilung zwischen den Beteiligten geben.

In Hinblick auf die bevorstehende Tourismussaison sagte der Ministerpräsident: " Rügen, Mecklenburg-Vorpommern und auch alle anderen Gebiete, in denen infizierte Vögel oder andere Tiere gefunden wurden, sind als Urlaubsgebiete sicher. Im Gegensatz zur normalen Grippe, an der in jedem Jahr in Deutschland Tausende Menschen sterben, ist bei uns noch niemand an der Vogelgrippe erkrankt. Die Vogelgrippe ist und bleibt ein ernstes Thema. Aber Hysterie und Fatalismus sind hier fehl am Platz."

Ausdrücklich lobte der Regierungschef die Initiative von Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, im Rahmen eines Netzwerkes die labortechnischen Maßnahmen zur Vogelgrippe im norddeutschen Verbund bei uns am Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei zu konzentrieren.