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Dieser Artikel wurde am 20. Februar 2006 um 01:22 Uhr in der Rubrik Vogelgrippe (Aktuell) veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Transitverkehre von Vogelgrippe nicht beeinträchtigt

Reibungslose Abläufe der Skandinavien- und GUS/Baltikumverkehre

Sassnitz (RA). Am Fährhafen Sassnitz auf Rügen wurden umfangreiche Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe per Schiff eingeleitet. Seit Sonntagabend 18.00 Uhr durchlaufen alle Exportverkehre speziell eingerichtete Desinfektionsanlagen. Einheiten der Bundeswehr sind vor Ort und überwachen den Ablauf.

Sowohl Autos und Lkw als auch Fußgänger passieren vor dem Befahren oder Betreten der Fähren in Richtung Skandinavien, Russland und Baltikum so genannte Seuchenmatten, die mit einem Desinfektionsmittel getränkt sind. Damit wird verhindert, dass das Virus durch Reifen- oder Schuhanhaftungen auf die Fähren getragen wird.

Der Port Facility Security Officer (PFSO) der Fährhafen Sassnitz GmbH ist speziell mit dem Schutz der Fährverkehre betraut und befindet sich in laufender Abstimmung mit der Bundeswehreinheit vor Ort. Die Situation sei unter Kontrolle. Durch die von der Bundeswehr installierten Anlagen bestehe für die angelaufenen Länder keine Gefahr einer Einschleppung des Virus.

Die schnelle Installation der Anlagen und der geregelte Ablauf haben Behinderungen des Fährverkehrs in Mukran vermieden. Alle Fahrpläne werden eingehalten.

„Die jetzigen Abläufe sind Teil unserer bestehenden Krisenszenarien. Die Zusammenarbeit mit den Behörden einschließlich der Bundeswehr läuft reibungslos“, so Harm Sievers, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH. Sievers fordert aber eine zügigere Abfertigung für Speditionen am Rügendamm. „Die gegenwärtigen Wartezeiten sind trotz aller geforderten Sorgfalt nicht nachvollziehbar.“