Touristiker & Leistungsträger trafen sich zum Jahresauftakt
Neujahrsempfang von Tourismusverband Rügen, DeHoGa Rügen und RügenProdukt e.V.
Bergen auf Rügen (gü). Keine Bettensteuer, keine Hygieneampel und schneller Bau der B96n zwischen Altefähr und Bergen! Wilfried Rothkirch, Regionalvorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Rügen (DeHoGa), keilte anlässlich des Neujahrsempfangs mächtig gegen die Politik im Kleinen wie im Großen. Der langjährige Regionalvorsitzende forderte am Montag dieser Woche vor rund 150 touristischen Leistungsträgern und Vertretern aus Kommunalpolitik und Verwaltung, dass es bei diesen Themen gelte, klare Kante zu zeigen. Der Applaus eines Großteils der Anwesenden untermauerte seine Forderungen.
Die plakativ von ihm gesetzten Themen passten bestens zur Begrüßung von Thomas Wuitschik, Vorsitzender des Tourismusverbandes Rügen: Dieser begrüßte die Anwesenden mit der Aufforderung „2012 gilt es!“ Wuitschik rief das neue Jahr zum „großen Jahr der Kooperationen“ aus. Er verwies dabei auf das Beispiel in der Politik, das mit der Umsetzung der Kreisgebietsreform – zwar anders – aber dennoch die Strukturen geändert werden mussten und müssen.
Er und seine Vorstandskollegen hatten sich am letzten Wochenende zur traditionellen Klausurtagung getroffen, um den Mitgliedern im März während der jährlichen Mitgliederversammlung die Strategien für die nächsten Jahre zu präsentieren. Doch bevor sich die Mitglieder über neue Ausrichtungen und Kooperationen informieren lassen, wird es im Februar eine große Runde mit den Kurdirektoren und Bürgermeistern der Insel Rügen geben, so Wuitschik.
Dann sollen die viel zitierten Nägel mit Köpfen gemacht werden, um die Feriendestination Rügen noch besser für die Zukunft aufzustellen. Dass Rügen eine Marke ist, haben die Touristiker bereits ins Stammbuch geschrieben bekommen. Jetzt gelte es, gemeinsam diese Marke zu stärken und auszubauen. Im Vorstand herrscht ganz klar die Meinung: „Wer dann nicht will, wird zusehen müssen, wo er bleibt.“ Doch dies soll keine Drohung sein, sondern eine Einladung und Aufforderung an alle touristischen Anbieter und Dienstleister, gemeinsam in eine Zukunft zu starten.
Ebenfalls anwesend am Montag im „Park-Hotel Rügen“ war Landrat Ralf Drescher (CDU). Er versprach den Leistungsträgern, dass er als Landrat den „Tourismus unterstützen werde. Der Tourismus ist unsere große Chance“, so der Landrat. Und weiter: Die im neuen Landkreis Vorpommern-Rügen beheimateten Tourismusverbände werden sich ebenfalls einer stärkeren Kooperation stellen müssen und davon profitieren, ohne dass sie sich regional aufgeben müssen. „Wir wollen von den einzelnen Stärken profitieren, um unseren Bürgern ein lebenswertes Stück Heimat mit Arbeit zu bieten“, unterstrich der Landrat. Der eingangs erwähnte Wilfried Rothkirch betonte in seinen Worten zudem, dass viele Hoteliers und Vermieter die Steuererleichterungen „klug für Investitionen genutzt haben. Bei unseren Klassifizierungen sehen wir, wo das Geld investiert wurde“, so Rothkirch. Er zählte zahlreiche Investitionen in neue Bäder, Möbel, Fußbodenbeläge und ganze Rezeptionen auf, die die Klassifizierungskommission des DeHoGa in den zurückliegenden Monaten sehen konnte.
Frank Soßnowski, Vorsitzender des RügenProdukt e.V., lud die Touristiker ein, sich über die vielen regionalen Produkte und Erzeugnisse zu informieren. Sein Verein wird aus diesem Grund am Mittwoch, 28. März, eine Regionalproduktemesse in Stralsund organisieren. Zu erleben sein wird dann eine Produktemesse, ein Showkochen sowie natürlich eine Verkostung der Erzeugnisse. Rügen auf Tour:
Messeauftakt in Utrecht
Zwei Auftritte haben die Mitarbeiter der Tourismuszentrale Rügen (TZR) in dieser Messe-Saison schon hinter sich: Die Aktiv- und Outdoor-Messe „Tour Natur“ im September 2011 in Düsseldorf und die vom Publikum stets sehr gut besuchte „Touristik und Caravaning“ im vergangenen November in Leipzig. Die erste Station im neuen Jahr ist die „Vakantiebeurs“ im niederländischen Utrecht, die im vergangenen Jahr immerhin 122.100 Fach- und Privatbesucher angezogen hatte. Direkt im Anschluss an den Auftritt in Holland präsentiert sich die TZR bei zwei Medienabenden in Luxemburg und Saarbrücken. Erwartet werden jeweils rund 20 Journalisten und Reiseveranstalter. Bis Ende März sind noch sechs weitere Messen auf dem Programm: Wie in den Vorjahren wirbt die TZR mit ihren Partnern auf der „CMT“ in Stuttgart, der „FESPO“ in Zürich, der „Reisen“ in Hamburg, der ITB in Berlin und der „TUR“ im schwedischen Göteborg um Urlauber aus Deutschland und den Nachbarstaaten. Wieder dabei ist die Münchener Reisemesse „f.re.e“, bei der die TZR wegen der Flug- und Shuttle-Verbindungen über Rostock-Laage nach mehreren Jahren Pause wieder mit eigenem Counter am Stand des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern vor Ort ist.
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