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Dieser Artikel wurde am 21. Februar 2006 um 04:00 Uhr in der Rubrik Vogelgrippe (Aktuell) veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Tourismusverband Rügen: Keine Gefahr für Urlauber

Touristiker der Insel besprachen sich mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU)

Ostseebad Binz/Rügen. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) informierte sich nach ihrem Besuch in der Leitstelle und beim Krisenstab in Bergen anschließend im größten Rügener Seebad über die Auswirkungen des Ausbruchs der Vogelgrippe auf den Tourismus. In der Villa Salve traf sie sich mit Hoteliers und Vertretern des Tourismusverbandes Rügen (TVR). Der TVR hat zwischenzeitlich eine Erklärung veröffentlicht, die darauf abzielt, dass Urlaub nach wie vor auf der Insel sicher ist und keine Gefahr für Gäste besteht. Die Erklärung drucken wir nachfolgend in Auszügen ab:

Nachdem am 15. Februar zunächst zwei dieser Tiere positiv auf das H5N1-Virus ge-testet wurden, werden alle toten Vögel eingesammelt. Jedes Jahr verenden witterungsbedingt an den Küsten Rügens tausende Wasservögel, vor allem Jungschwäne. Bei weniger als 20 Prozent der aufgefundenen toten Vögel wurde das Virus nachgewiesen. Nur wenige der infizierten Tiere sind dann auch tatsächlich an der Vogelgrippe gestorben. Die um die Fundorte eingerichteten Sperr- und Schutzzonen haben zum Ziel, jeglichen Geflügelhandel und transport zu unterbinden. Die Regionen dürfen jedoch weiterhin betreten werden. Lediglich die direkten Fundstellen sind abgesperrt und die Wittower Fähre hat vorübergehend den Betrieb eingestellt.

Das Virus kann, wenn es übertragen wird, auch für Menschen gefährlich werden. Eine Ansteckungsgefahr für Menschen besteht jedoch nicht, solange man nicht mit den Vögeln in direkten Kontakt kommt. So sollte z. B. das Anfassen toter Tiere unbedingt unterlassen werden. Laut Aussage des Robert-Koch-Instituts besteht für Menschen auch dann keine Gefahr, wenn tote Vögel nicht sofort eingesammelt werden können oder nicht entdeckt werden. Das Virus überträgt sich weder über das Wasser noch über die Luft.

Um die Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern, wurden am Rügendamm Desinfizierungsschleusen aufgebaut. Dabei müssen bei allen Fahrzeugen die Reifen von einer Lösung benetzt werden. Diese Aufgabe hat die Bundeswehr übernommen. Da nur langsam über die Matten gefahren werden kann, kommt es zu den Hauptverkehrszeiten zu Wartezeiten in beiden Richtungen. Um den Einsatz der Bundeswehr zu ermöglichen, musste vom Landkreis der Katastrophenfall festgestellt werden. Dies ist jedoch nur eine verwaltungstechnische Voraussetzung, um weitere Unterstützung von Land und Bund zu erhalten. Die Situation auf Rügen hat sich nicht ver-schärft! Menschen sind also nicht direkt bedroht, wenn die Verhaltensregeln eingehalten werden, das Gesundheitsrisiko ist minimal. Hunde und andere Haustiere können sich an der Vogelgrippe nicht anstecken. Es besteht daher keine Gefahr für Urlaub auf Rügen. Ein Stornierungsgrund für bereits gebuchten Urlaub ist die Vogelgrippe aufgrund des sehr geringen Gefährdungspotenzials nicht. Auch die Bewegungsfreiheit der Menschen ist kaum eingeschränkt.

Tote Vögel sollten der Polizei unter Notruf 110 oder 112, den Gemeinde- oder Kurverwaltungen gemeldet werden. Die toten Vögel sollten an Ort und Stelle belassen und keinesfalls berührt werden. Die Tiere werden dann von den Behörden abgeholt. Deren Personal verfügt über eine umfangreiche Schutzausstattung, um die größtmögliche Sicherheit für die Einsatzkräfte zu gewährleisten.

Das Gesundheitsrisiko, das von infizierten Vögeln ausgeht, ist minimal. Es besteht daher keine Gefahr für Urlaub auf Rügen. Ein Stornierungsgrund für bereits gebuchten Urlaub ist die Vogelgrippe aufgrund des sehr geringen Gefährdungspotenzials nicht.