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Dieser Artikel wurde am 25. Januar 2012 um 01:54 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Thiessow tritt KAT GbR bei

Gemeinde erhofft sich optimales Marketing und Synergieeffekte

Ostseebad Thiessow (sb). Auch das kleinste Ostseebad der Insel will künftig bei Projekten und Aktivitäten der Tourismuszentrale Rügen (TZR) mitmischen, um die Vermarktung der Insel optimal zu gestalten. Die Gemeindevertreter stimmten auf der Sitzung vergangenen Mittwoch für den Beitritt in die KAT GbR (Kommunaler Arbeitskreis Tourismus) und der Erhöhung der Gesellschafteranteile an der TZR zu. Der Beschluss wurde mit drei Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen gefasst.

Momentan hält die KAT GbR mit den Vertretern Binz, Baabe, Sellin, Göhren und Putgarten, zehn Prozent. Doch der Arbeitskreis stellt sich eine Beteiligung von 26 Prozent vor. Dafür muss in den einzelnen Gemeinden der Weg geebnet werden. Nur die Gemeinde Middelhagen hat bisher noch nicht darüber befunden. Bevor sich die Thiessower Abgeordneten für den Beitritt entschieden, informierte Göhrens Kurdirektor Jörn Fenske über Kosten und wirtschaftliche Vorteile. „Wir konnten gute Erfahrungen sammeln und haben bereits Einfluss auf die Arbeit der TZR. Doch bisher zu wenig und ohne wirklichen Nutzen für die einzelnen Vermieter und Kurverwaltungen. Mit mehr Gesellschaftsanteilen an der TZR mit dem KAT sollen alle Orte, gerade die kleinen, besser präsentiert und zum Beispiel über die Webseite ruegen.de und den Rügenkatalog bekannter gemacht werden, gerade für Investoren und Tagestouristen“, so Fenske. Zudem können die finanzielen Mittel gebündelt und effizienter eingesetzt werden.

„Wir sollten auf den fahrenden Zug aufspringen und als kleine Gemeinde mitziehen“, sieht Bürgermeister Holger Roepke Chancen für das kleinste Ostseebad der Insel. Doch ein Teil der Abgeordneten blieb skeptisch, zu groß ist die Angst, dass wieder nur die großen Ostseebäder profitieren und Thiessow ohnehin viel für die Außenwirkung mache.

Gerade aber die kleinen Orte würden von Projekten, die angestoßen werden und die sich eine einzelne Gemeinde nicht leisten könnte, partizipieren“, warf Jörn Fenske, der als Geschäftsführer der Tourismusgenossenschaft Mönchgut als Beispiel das Drachenfestival in Thiessow aufführte und auch auf den geplanten fahrpreislosen ÖPNV verwies.

Doch damit gaben sich einige Abgeordnete noch nicht zufrieden und fragten nach dem aktuellen Vorteil für die einzelnen Orte. „Einen direkten Nutzen in Heller und Pfenning kann ich Ihnen nicht geben. Es liegt ja an uns selber, wie wir unsere Stimme nutzen. Wir sind an den Entscheidungsprozessen maßgeblich beteiligt, können steuern, ausbauen, korrigieren“, überzeugte Fenske, woraufhin der Beschluss mit drei Ja-, einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen gefasst wurde.

Hauptgesellschafter der TZR ist mit 55 Prozent der Tourismusverband Rügen (TVR). Je zehn Prozent halten die KAT GbR und die Sparkasse Rügen. Mit je fünf Prozent sind Rügen-Druck, ars publica Marketing, Weiße Flotte, RPNV und Stralsunder Brauerei vertreten. Geplant ist ein KAT-Anteil von 26 Prozent. Der zu zahlende Gesellschafteranteil liegt bei 6.400 Euro. Zusätzlich fallen zwei Euro pro Bett und Jahr an. Die Kosten müssen im Wirtschaftsplan der Kommune berücksichtigt werden.

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