Stralsund jetzt Schutzzone
Erneut positive Vogelgrippe-Funde
Stralsund/Rügen (RA). Die Zahl der Vogelgrippe-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern ist weiter gestiegen. Bis gestern wurde das Vogelgrippe-Virus bei insgesamt 10 weiteren Wildvögeln durch das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems bestätigt. Die neuen Funde stammen von der Insel Rügen, aus dem Landkreis Ostvorpommern und aus der Hansestadt Stralsund.
Auf der Insel Rügen stammten zwei Schwäne aus der Gemeinde Putbus, in Ostvorpommern wurden zwei infizierte Schwäne in Lubmin sowie vier Schwäne in Ludwigsburg mit dem Virus festgestellt. In Stralsund handelte es sich ebenfalls um zwei Schwäne. Die Hansestadt Stralsund wurde zur Schutzzone erklärt. Alle anderen Tiere wurden in Bereichen gefunden, die bereits zu einer Schutzzone gehören.
Damit stieg die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern amtlich festgestellten Infektionen auf 187 Wildvögel, drei Katzen und einen Steinmarder. Nutzgeflügelbestände sind nach wie vor nicht betroffen.
Inzwischen wurde das Beobachtungsgebiet für den Landkreis Uecker-Randow aufgehoben. In Ostvorpommern konnte nach Ablauf der 21-Tage-Frist die Schutzzone Frätow aufgehoben werden.
Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern auf Vogelgrippe untersuchten Vögel beläuft sich aktuell auf 7361 Tiere. Die Zahl der getesteten Säugetiere stieg auf 938.
Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) weist darauf hin, die Vorsichtsmaßnahmen in den Schutz- und Beobachtungszonen weiterhin sorgfältig einzuhalten und appelliert an die Geflügelhalter, die Vorgaben der Aufstallungspflicht einzuhalten. "Die nächsten Tage werden aufgrund des Vogelzuges riskant bleiben. Die Wildvögel werden aber in Kürze weiter in ihre Brutgebiete ziehen", sagte der Minister.
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