Stralsund jetzt nur noch Überwachungszone
Rückläufige Fallzahlen bei Vogelgrippe in Mecklenburg-Vorpommern
Stralsund/Rügen/Schwerin (RA). Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern verendeten Wildvögel und die erforderlichen Untersuchungen zum Vogelgrippegeschehen gehen weiter zurück. Außer den bereits am Sonntag bekannt gegebenen sieben Positivbefunden sind vom Wochenende keine neuen Fallzahlen zu vermelden. Mittlerweile sind im Lande 3.725 Vögel und 93 Säugetiere beprobt worden. Infektionen mit dem AIV-Erreger H5N1 wurden bisher bei 134 Wildvögeln und einer Katze festgestellt. Hingegen sind nach wie vor keine Hausgeflügelbestände betroffen.
Inzwischen wurde der Status der Hansestadt Stralsund als Sperrzone, der auf Grund der Schlüsselfunktion für den Verkehr von und zur Insel Rügen vorsorglich angeordnet worden war, aufgehoben. Die bislang von eigenen Vogelgrippefällen nicht betroffene Stadt ist damit ebenso wie die anderen Hansestädte und Landkreise an der Küste lediglich Überwachungszone. Damit ist nur noch der Landkreis Rügen als gesamte Gebietskörperschaft Sperrzone. Darüber hinaus bleiben auch die Gebiete im Umkreis von drei Kilometern um Fundorte infizierter Vögel in den Landkreisen Ost- und Nordvorpommern, Bad Doberan sowie Wismar/Nordwestmecklenburg als Sperrzonen ausgewiesen. Die Landkreise Rügen, Ost- und Nordvorpommern hatten bereits Ende letzter Woche erklärt, den Katastrophenfall zunächst bis zum Freitag dieser Woche aufrecht zu erhalten. Der Interministerielle Führungsstab der Landesregierung wird seine Arbeit daher mindestens solange fortführen. Schwerpunktaufgabe in den hauptsächlich betroffenen Landkreisen bleibt das Suchen und Bergen verendeter Wildvögel, wozu verstärkt zivile Kräfte zum Einsatz kommen. 161 der am Sonntag landesweit im Einsatz befindlichen 586 Personen waren mit Mehraufwandsentschädigung tätige Beschäftigte der ARGE, sog. MAE-Kräfte oder Ein-Euro-Jobber. Deren Zahl soll sich ab heute weiter erhöhen.
Währenddessen wird die Zahl der Spezialkräfte weiter zurückgeführt. Nach dem Abzug der Bundeswehr von Rügen hatte das Technische Hilfswerk am Wochenende dort noch 34 Mitarbeiter ausschließlich aus Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz. Die Polizei bezifferte die Zahl ihrer Einsatzkräfte mit 116. Zwischenzeitlich wurde die für die Landkreise Rügen, Nord- und Ostvorpommern sowie für Hansestädte Stralsund und Greifswald verfügte Flugbeschränkung für Hubschrauber unter 500 ft. vorsorglich bis zum 17.3.2006 verlängert. Ausgenommen sind wie bisher Rettungsflüge sowie die weiterhin mit Ornithologen fortgeführten Befliegungen, um die Entwicklung von Vogelzug und ggf. Seuchengeschehen zu verfolgen.
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