Stralsund hat auf Rügen rund 400 Hektar Wald
Mit dabei die Insel Ummanz und das Land um den Dornbusch auf der Insel Hiddensee
Von Dörthe Arnold
Rügen/Stralsund. Der Besitz von Ländereien war und ist für Kommunen wichtig vor allem zur Aufbesserung der Kassen. Stralsund gehört neben Nachbar Greifswald hierzulande zu den Großgrundbesitzern. Neben 10.000 Hektar (ha) Ackerfläche gehört der Hansestadt Stralsund z.B. das Land rund um den Dornbusch auf Hiddensee oder fast ganz Ummanz, rund 230 ha davon Wald. Insgesamt sind es rund 400 ha Wald, 16 Mal so viel wie der eigene Wald im Stadtgebiet, die Stralsund auf Rügen sein Eigen nennt. Hinzu kommen rund 130 ha Wald im Landkreis Nordvorpommern, womit sich der Waldbesitz der Hansestadt auf ca. 560 Hektar beläuft. Die Betreuung der Waldflächen auf Rügen wurde an das Forstamt Rügen abgegeben. Neben den 230 ha auf Ummanz ist Forstamtsleiter Gerd Klötzer zuständig für 129 ha im Revier Poseritz, 18 ha im Revier Gelm (Bakenberg/Bug) und verstreute Flächen wie rund um Güttin. In der Altersstruktur befindet sich der Großteil der Stralsunder Bestände auf Rügen nicht im hiebreifen Alter unter 70 Jahren, hieß es im Stralsunder Waldbericht von 2005, erstellt durch das dortige Bauamt. Die damalige Situation ließ wenig Spielraum für Gewinne. Zwei Jahre später sind die Einnahmen gestiegen. Jagdpacht 2002: 5.000 Euro, 2006: 25.000 Euro. 2007 erwartet Bauamtsleiter Dieter Hartlieb Einnahmen von 30.000 Euro, denen ein ebenso hoher städtischer Zuschuss gegenübersteht. Somit ist das Ergebnis plus minus Null plus 5000 Euro, die der Stadt bleiben, wenn die Kosten für die Waldbewirtschaftung (ca. 20.7000 Euro) sowie die Lohnkosten für das Forstamt Rügen mit den Erträgen aus Holz- und Weihnachtsbaumverkauf verrechnet werden. Ein großes Manko: Notwendige Aufforstungen werden aufgeschoben, da die Kosten ohne Förderung, in deren Genuss in Mecklenburg-Vorpommern bisher nur Privatbesitzer kamen, immens sind: Ein Hektar Aufforstung kostet 10.000 Euro. Sollte sich das Blatt wenden und eine Aufforstung gefördert werden, haben sich Forstamt und Bauamt Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. Beim Pflanzen, sagt Gerd Klötzer, müsse schon heute daran gedacht werden, wie das Klima in 50 Jahren ist. Bei Trockenheit wäre ein Wassersäufer wie die Fichte - heute tragende Säule bei Einnahmen - fehl am Platz. Ein Problem, das sich auf tut: Auch in den Wäldern Rügens hat der Holzklau stark zugenommen. Im Gegensatz zu den 90er Jahren, als Fälle wegen Nichtigkeit eingestellt wurden.
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