“Stolpersteine nach Garz in Sassnitz, Bergen und ...?”
- November Gedenken an die jüdische Kaufmannsfamilie Cohn / 15. November Diskussion in Sassnitz
Garz/Sassnitz (ur). Zum Gedenken an die jüdische Kaufmannsfamilie Cohn, die in der Reichsprogromnacht 1938 aus Garz vertrieben wurde, findet am Donnerstag, dem 9. November, ein kurzes Gedenken statt. Das beginnt um 19 Uhr im Museum in Garz. Gemeinsam wird dann zu den drei Stolpersteinen in der Langen Straße gegangen. Wer dafür eine Kerze oder ein Teelicht einsteckt, der sollte ein Glas als Windschutz mitbringen. Die Garzer Stolpersteine wurden am 2. August 2005 eingeweiht. Mit den Stolper-steinen soll an die Opfer der NS-Zeit erinnert werden, indem vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln in den Bürgersteig eingelassen werden. Auf den Steinen steht daher eigentlich: HIER WOHNTE... In Garz ist es anders, weil die Steine vor dem einstigen Wohnhaus der jüdischen Familie Cohn nicht erwünscht waren, befinden sie sich jetzt vor dem Gemeindehaus (Lange Straße 34). Dem Thema Stolpersteine wendet sich auch das Rügener Friedensbündnis am 15. November um 19 Uhr im Grundtvighaus in Sassnitz im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe Wer will eigentlich Krieg? zu. Ausgangspunkt dabei ist die Überlegung, dass innerer und äußerer Frieden zusammenhängen. Erinnert wird an die Gewaltanwendung der Nationalsozialisten im Inland, bevor die Zeit der Kriege begann. Doch der Blick soll am Abend des 15. November nicht nur nach hinten gerichtet sein, sondern auch auf die Gegenwart. Daher lautet das Thema dieser Gemeinschaftsveranstaltung des Rügener Friedensbündnisses und der Rosa Luxemburg Stiftung: Warum daran erinnern? Stolpersteine nach Garz in Sassnitz, Bergen und ...? Als sachkundige Referenten und Diskussionsteilnehmer konnten für diese Veranstaltung Heike Radvan von der Amadeu Antonio Stiftung und Katharina Rostock vom Dokumentationszentrum Prora gewonnen werden. Moderiert wird die Veranstaltung am 15. November vom Journalisten Andreas Küstermann.
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