Springe zu: Navigation | Inhalt | Aktuelle Themen
Dieser Artikel wurde am 22. Juni 2011 um 08:30 Uhr in der Rubrik Störtebeker Festspiele veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Störtebekers Gold „Der Schatz der Templer“

Über 8.000 Zuschauer feierten die Premiere der Störtebeker Festspiele 2011

Bild

Nanu? Maria (Claudia Gaebel) auf dem Pferd von Malcolm (Mike Herrmann Rader) und nicht bei Störtebeker? Die Auflösung des Rätsels erfahren Sie bei der Vorstellung. Foto: Pfaffe

Trocken blieb es aber bei der Premierenfeier gewiss nicht, welche für das Team der Störtebeker Festspiele nach nicht enden wollendem Beifall für das gezeigte Stück und bewundernden Blicken für das exklusive Premieren-Feuerwerk zum Ende des Abends begann. Grund zum Feiern hatte das Team allemal, denn es war wieder einmal eine Punktlandung, welche hier auf der wohl schön- sten und größten Naturbühne Europas abgeliefert wurde.

Bisher haben das wohl größte Open-Air Theater in Europa seit 1993 insgesamt 5.247.437 Besucher aus aller Welt besucht. Bis zum Start der diesjährigen Saison waren bereits weit über 200.000 Eintrittskarten verkauft. Ein gutes Zeichen für die Spielzeit und eine Anerkennung der Leistungen des Störtebeker Teams um Ruth, Peter und Anna-Theresa Hick.

Auch Regisseur und Autor Holger Mahlich ist zufrieden. Schließlich haben Schauspieler und Kleindarsteller seine Bilder, die während des Schreibens des Buches zum diesjährigen Stück in seinem Kopf entstanden sind, tatsächlich mit Leben erfüllt. Und er fasst die Geschichte für Sie zusammen:

„Störtebeker und seine Freunde führt der Weg von Granada nach Schottland, zum Sitz der Sinclairs. Diese Familie hat es wirklich gegeben, und es gibt ernst zu nehmende Hinweise darauf, dass Henry Sinclair das Gold der Templer aus Schottland, über den Atlantik auf eine kleine Insel vor der kanadischen Ostküste gebracht und dort in einem Stollensystem versenkt hat. Diese Insel heißt Oak Island, und man hat auf ihr bis in das vergangene Jahrhundert nach dem Schatz gesucht. Aber keine Sorge - nach Kanada lassen wir unseren Helden nicht segeln. In der Geschichte findet Störtebeker das Gold der Templer. Er hofft, so seinen Traum vom „Likedeeler - Reich“ verwirklichen zu können. Diese Konstellation bietet uns die Möglichkeit, die Templerlegende mit der Legende vom angeblichen Reichtum Störtebekers zu verbinden. Es ranken sich, von Rügen bis Friesland, viele Geschichten um das „Gold des Störtebeker“. Eine Geschichte erzählt, dass er den Hamburger Ratsherren vor seiner Hinrichtung anbot, eine armdicke, goldene Kette ums Rathaus zu legen, wenn man seinen Männern das Leben schenke. Die hochmütigen Ratsherren lehnten ab und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Heute würde sich der Hamburger Rat, angesichts leerer Kassen ein solches Angebot sicher nicht entgehen lassen.

Aber zurück nach Schottland. Störtebeker gerät in die Wirren und Intrigen des geschundenen Landes, und das Gold der Templer weckt obendrein die Begehrlichkeiten der Mächtigen. Wie Störtebeker versucht, trotz aller Widrigkeiten seinem Traum von einer gerechten Welt näher zu kommen, erzählt unsere diesjährige Geschichte. Lassen sie sich ins Reich der Abenteuer, der Liebe, des Hasses, der Intrigen - ins Reich der Fantasie entführen. Ich wünsche ihnen viel Vergnügen.“