Sozialkundeunterricht einmal Anders
Ein Bericht von Tobias Engfer und Benny Köster (Ostsee-Gymnasium Sassnitz)
Sassnitz. Es ist Freitag der 10. November, morgens um 4Uhr, schlaftrunkene Schüler der Oberstufe des Ostsee-Gymnasiums Sassnitz, drei Lehrer und der Jugendoffizier der Marine als Unterstützung gehen auf Reisen. Alle zusammen bildeten wir den Exkursionskurs nach Berlin in den Bundestag. Ehrgeiziges Ziel des Tages waren Gespräche mit Politikern führender Parteien unter dem Thema der Außen- und Sicherheitspolitik, sowie eine Plenarsitzung live und in Farbe. Leicht gesagt, jedoch haperte es in der Ausführung ein wenig. Erste Zwischenetappe war der Fliegerhorst in Rostock, wo wir unseren Fahrer gegen einen Neuen eintauschten. Nichts atemberaubendes, jedoch verursachte das eine Verspätung um eine Stunde. Die Konsequenz daraus würde uns später noch erwarten.
Endgültige Ankunft war 9 Uhr und nicht wie geplant 8 Uhr, wie auch immer, wir begannen sofort mit unserem Programm. Zu aktuellen Fragen nach der Lage im Iran, Nordkorea, Afghanistan und weiteren Krisengebieten durften wir Politiker der CDU/CSU, Linkspartei.PDS, SPD und FDP konsultieren. Hier machte sich nun unser zu spätes Eintreffen bemerkbar, wir verpassten die Vertreterin der Grünen. Nach einem zweistündigen Marathon, geprägt von Problemen die die Welt bewegen, wurden wir zu Tische geführt, besser gesagt zu unserem sehr delikaten Mittagessen. Danach ging es ohne Umwege auf in die Plenarsitzung. Das zu der Zeit besprochene Thema bezog sich auf Hartz IV-Empfänger und deren Wohnraumsituation. Was sich jedoch während der Debatte abspielte, war ein Bild, das manch einer Schulklasse Konkurrenz machen könnte. Nachdem wir 50 Minuten Debatte in einem sehr dürftig gefüllten Plenarsaal hinter uns hatten, gewährte man uns eine Stunde Freizeit, in der wir einen Abstecher in die Reichstagskuppel und zum Brandenburger Tor machten, um schlussendlich den Rückweg anzutreten. Doch wäre es der Annehmlichkeiten noch nicht genug gewesen, sprang zum Vergnügen aller der Bus nicht mehr an. Nach dem beherzten Eingreifen der Schüler, was sich im Anschieben des benannten Objektes äußerte, schafften wir es zur Freude aller, unser Gefährt wieder zum Laufen zubringen und so auch den Weg nach Hause in Angriff zu nehmen. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei der Bundeswehr und dem Jugendoffizier H. Böhme bedanken, die diesen Ausflug ermöglicht haben. Tobias Engfer Benny Köster
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