„Senioren als Opfer“ klärt auf
Seniorenbeirat des Landkreises Rügen mit erfolgreicher Veranstaltungsreihe
Rügen (apf). Da hatte der Seniorenbeirat des Landkreises Rügen wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen, als man im Frühjahr 2010 mit der Veranstaltungsreihe „Senioren als Opfer“ gestartet ist. Von der ersten Veranstaltung im Club der Volkssolidarität Putbus am 6. Mai bis zur letzten des Jahres am 4. November im Haus des Gastes in Baabe haben bei insgesamt zehn Angeboten rund 400 Senioren die Veranstaltungsreihe in Anspruch genommen. Ein Erfolg, den sich der Seniorenbeirat des Landkreises unter seinem Vorsitzenden Fritz Barthel auf die Fahne schreiben kann. Auch und besonders Dank der guten Unterstützung durch Kriminalhauptkommissar Jürgen Rebal, Polizeihauptkommissar Gerd Slowy, Kriminalhauptkommissar Dieter Leonhard und Martin Stemmler, Leiter der Rügener Außenstelle des „Weißer Ring e.V.“.
Bei Kaffee und Kuchen erfuhren die Senioren davon, mit welchen Methoden Ganoven und Betrüger vorgehen, um sich auf Kosten eben besonders älterer Menschen zu bereichern. An Hand vieler aktueller Beispiele von der Insel wurde dabei auf die Vielfalt der angewandten Methoden eingegangen. Ob unerlaubte und betrügerische Telefonwerbung (siehe auch nebenstehenden Beitrag), Abzocke bei Kaffeefahrten, Gewinnversprechen, Enkeltrick, Diebstahl oder „Aufschwatzen“ von Veträgen, um nur einige zu benennen - viele der Zuhörer konnten von den Machenschaften ein Lied singen, weil sie selbst in irgendeiner Weise schon einmal betroffen waren.
Gemeinsam wurden dann Strategien entwickelt, wie man diesem Treiben vorbeugen kann, um nicht selbst in die Falle des Betruges zu tappen. Niemals vorschnell reagieren, ist dabei das oberste Gebot, niemals am Telefon bei ungewollten Anrufen sich auf Abmachungen einlassen und niemals zu vertrauensselig sein und die eigene Wohnung vor dem Zutritt fremder Personen gut sichern. Und wenn das Kind dann sprichwörtlich doch einmal in den Brunnen gefallen ist, dann sollte man dringend die Polizei unter der 110 informieren und notwendiger Weise eine Anzeige erstatten. „Denn nur so können wir verhindern, dass weitere Menschen Opfer dieser Ganoven werden“, so Jürgen Rebal.
Martin Stemmler erklärte den Anwesenden, wie der „Weiße Ring“ Hilfe leistet, wenn einer einmal von solchen Ganoven oder auch anderen Ereignissen zum Opfer gemacht wird. Vieles gäbe es noch zu berichten, viele Tipps wären noch lohnenswert, zu geben. Doch dazu reicht der Platz in dieser Zeitung nicht. Macht aber nichts, denn die vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung geförderte Info-Reihe „Senioren als Opfer“ geht in diesem Jahr weiter - und das schon am 20. Januar um 14 Uhr in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität in Bergen Rotensee.
Übrigens: Am 11. Januar kommt um 8.30 Uhr der Seniorenbeirat des Landkreises zu seiner ersten Sitzung des Jahres im neuen Büro in der Bergener Gartenstraße 1 (rechter Aufgang) zusammen. In der Zeit von 11 bis 12.30 Uhr haben alle Interessenten während einer gemeinsamen Sprechstunde mit dem Behindertenbeauftragten des Landkreises Rügen, Wilhelm Hacker, die Möglichkeit, im persönlichen Gespräch ihre Anliegen an den Mann oder die Frau zu bringen. Die Sprechstunde findet in der Bergener Gartenstraße 1, rechter Eingang, im Versammlungsraum in der 1. Etage statt.
« Nächster Artikel
Freie Schule Rügen mit Alleen-Patenschaft
Vorheriger Artikel »
Farbenwechsel im Sassnitzer Polizeirevier
