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Dieser Artikel wurde am 28. Februar 2007 um 04:06 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

“Selbstreinigung” der Rügener Kreidefelsen

Am Kreidekliff sollten Spaziergänger stets aufmerksam sein

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Immer wieder gibt es Kreideabbrüche oder Abrutsche von Erdreich am Kliff. Achtung ist geboten. Foto: Pfaffe

Jasmund (apf). Am vergangenen sonnigen Wochenende, kurz vor dem erneuten Wintereinbruch, nutzten viele Rüganer und Gäste die Gelegenheit, einen Spaziergang entlang des Steinstrandes unterhalb des Jasmunder Kreidekliffs zu unternehmen. Die aktiven Steilufer des Nationalparkes Jasmund stellen den größten geologischen Aufschluss Norddeutschlands dar. Auf Grund der sturmexponierten Lage Jasmunds sind die Steilufer bis in die Gegenwart aktiv, d.h. es finden immer wieder Abtragungsprozesse statt. Alljährlich kommt es besonders im endenden Winter zu Abbrüchen an der Steilküste. Auch wenn Medien in diesem Jahr schon anderes berichtet haben bisher gab es noch keine nennenswerten Abbrüche, so Rico Markmann, Leiter des Nationalperkservice im Nationalpark Vorpommern. Dies bedeutet jedoch nicht, dass solche möglichen Abbrüche auszuschließen sind, so Markmann weiter. Denn jetzt beginne einerseits der sogenannte Selbstreinigungsprozess der Kreidefelsen. Sonne und Luftfeuchtigkeit führen im Verlaufe des Jahres dazu, dass Algen- und Moosansätze an der Kreide dazu führen, dass diese immer dunkler wird. Wenn es jetzt wieder wärmer wird und die Niederschläge einsetzen, beginnt dieser Selbstreinigungsprozess. Die äußere Kreidekruste springt ab und die weiße Kreide kommt wieder zum Vorschein. Dieser immer wiederkehrende Prozess führt dazu, dass das Wasser der Ostsee vor der Küste Jasmunds zeitweise eine milchig-weiße Färbung erfährt. In diesem Zusammenhang weist Rico Markmann darauf hin, dass Spaziergänger nur die gekennzeichneten Abstiege vom Hochufer aus benutzen dürfen. Die Benutzung erfolgt jedoch auf eigene Gefahr. Auch deshalb, weil hier kein Winterdienst stattfindet. Auch beim Spazieren am Ufer der Steilküste sollte ein besonderes Auge auf das Kliff geworfen werden, um nicht von herabstürzenden Materialien überrascht zu werden. Auch sollten sich die Spaziergänger günstigenfalls nahe zum Wasser fortbewegen und mögliche gesperrte Bereiche meiden.

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