Sassnitz: Weiterer Schritt zur Nord Stream Gas-Pipeline
Erste Rohre wurden im Fährhafen Sassnitz auf ein Spezialschiff verladen

Mittels Mobilkran wurden am Montag jeweils zwei 30-Tonnen wiegende Rohre gleichzeitig für die Nord Stream Erdgaspipeline auf den Frachter „Unimar“verladen.Foto: Pfaffe
Sassnitz (apf). Die ersten 130 Rohrsegmente der Nord Stream Erdgasleitung zwischen dem russischen Wyborg und Greifswald wurden am Montag im Fährhafen Sassnitz auf den unter der Flagge von Gibraltar laufenden Frachter „Unimar“ verladen, um dann in das schwedische Zwischenlager Karlskrona verbracht zu werden. Von dort aus werden sie mit Baubeginn der Pipeline, mit dem Nord Stream für das Frühjahr 2010 rechnet, auf spezielle Verlegeschiffe verladen, die dann den 1.200 Kilometer langen ersten Strang der Erdgaspipeline, zeitgleich an zwei Verlegestellen, auf den Grund der Ostsee verbringen. Die im Eupec Rohrummantelungswerk Mukran mit einer äußeren Betonschicht umgebenen 12 Meter langen Rohrstücke haben jeweils ein Gewicht von etwa 30 Tonnen. Das setzt eine entsprechende Logistik voraus, um den Transport der Rohre im Hafenbereich zu realisieren. Sea Terminal Sassnitz, ein Unternehmen der BUSS- Gruppe, verfügt über modernstes Umschlagequipment für alle Arten und Größen von Gütern. Ein Mobilkran mit 104 Tonnen Tragkraft, ausgerüstet mit einem speziellen Werkzeug für die Verladung von Rohren, einem Reach Stacker, war noch am Montag Nachmittag damit beschäftigt, jeweils zwei Rohre gleichzeitig auf den Frachter zu verladen. Der erste Leitungsstrang der Pipeline soll Ende 2011 fertig gestellt und mit einer Transportkapazität von rund 27,5 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr in Betrieb gehen. Ein zweiter Strang soll bis 2012 folgen.
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