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Dieser Artikel wurde am 27. Januar 2010 um 07:02 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Sassnitz: Startschuss für gesündere Schule

RegS Sassnitz ist dabei: „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln“

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Olaf Reiher (DAK), Schulleiterin Birgit Appelbohm und Nadine Zeipelt (Uni Lüneburg) (v.l.) zur Vertragsunterzeichnung am Dienstag vergangener Woche in Sassnitz. Foto: Pfaffe

Sassnitz (apf). Mit dem neuen Jahr fiel an der Regionalen Schule Sassnitz der Startschuss für ein neues Projekt: „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln". Die Initiative der DAK wird wissenschaftlich betreut durch ein Team der Leuphana Universität Lüneburg, das die Schule auf ihrem Weg zur gesunden Schule begleiten und beraten wird.

Am vergangenen Dienstag, 19. Januar, trafen sich Vertreter der Schule, der DAK und der Leuphana Universität in der Schule, um zentrale Rahmenbedingungen für den Erfolg des Projektes zu besprechen. Eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit in den nächsten drei Jahren wurde feierlich unterzeichnet.

Ein erster wichtiger Schritt steht noch in diesem Schuljahr an: Eine Umfrage soll den aktuellen Schulalltag und das Schulklima beleuchten und aufzeigen, wodurch sich Schüler und Lehrer belastet fühlen und was sie selbst für ihre Gesundheit tun. Mit welchen Themen sich die Lehrer und Schüler der Regionalen Schule Sassnitz in den nächsten Monaten beschäftigen werden, das hängt vom Ergebnis der Umfrage ab. Nadine Zeipelt, Projektmitarbeiterin an der Leuphana Universität Lüneburg erläutert: Wir kommen nicht mit einem Standardprogramm an die Schulen, sondern erarbeiten mit jeder Projektschule ein maßgeschneidertes Konzept. Die Schulen entscheiden im Endeffekt selbst, woran sie arbeiten möchten. In unserer Ergebnisrückmeldung gehen wir aber natürlich darauf ein, wo wir Stärken und Schwächen der Schule sehen und beraten die Schulen, welche Ansatzpunkte zur Gesundheitsförderung wir entdeckt haben.“

Im weiteren Projektverlauf werden Arbeitsgruppen konkrete Gesundheitsziele vereinbaren und Maßnahmen planen. Auch die Eltern werden in den Entwicklungsprozess der Schule eingebunden und erhalten Möglichkeiten, sich mit ihren Ideen einzubringen. Schulleiterin Birgit Appelbohm hofft auf eine breite Beteiligung und Unterstützung für das Projekt bei Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern.

Die DAK setzt sich für ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheitsförderung ein. „Zum einen wollen wir aufzeigen, wie die Bereiche Ernährung, Bewegung, Stress und psychische Belastung den Schulalltag beeinflussen“, sagt DAK-Servicecenterleiter Olaf Reiher. Zum anderen wollen wir auch Strukturen und Prozesse der Schule unter Gesundheitsaspekten betrachten, z.B. die Stundenplangestaltung, und hier nach Optimierungsmöglichkeiten suchen." Schulleiterin Birgit Appelbohm freut sich über die kompetente Unterstützung durch die Mitarbeiter der Leuphana Universität und sieht die nächsten drei Jahre als große Chance, Wohlbefinden, Gesundheit und Leistungsfähigkeit aller beteiligten nachhaltig zu stärken.

Seit 2007 wird das Projekt „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln“ realisiert. Derzeit sind 20 Schulen bundesweit integriert. Zehn weitere Schulen, davon fünf aus Mecklenburg-Vorpommern, kommen in diesem Jahr hinzu. So auch die Regionale Schule Sassnitz, die sich im vergangenen Jahr zur Teilnahme beworben hat.

Die Initiative wird von der DAK finanziert und in Kooperation mit dem Zentrum für Angewandte Gesundheitswissenschaften (ZAG) und dem Institut für Psychologie der Leuphana Universität Lüneburg durchgeführt. Weitere Informationen im Internet unter www.gemeinsam-gesunde-schule-entwickeln.de.