Sassnitz: Senioren sind aktiv
Sassnitzer Position gegen Zusatzbeiträge
Sassnitz (apf). Der Seniorenbeirat der Stadt Sassnitz hat sich auf seiner Zusammenkunft am Donnerstag strikt gegen die Erhebung von Zusatzbeiträgen zu den gesetzlichen Krankenversicherungen ausgesprochen und ein Protestschreiben verabschiedet. Darin heißt es: „Die Maßnahmen belasten besonders sozial schwächere BürgerInnen wie Arbeitslose, Niedriglohnempfänger und Rentner. So lange die Krankenversicherungen und das Bundesministerium für Gesundheit kaum etwas unternehmen, Verwaltungskosten zu senken, die ’Zwei-Klassen-Medizin’ abzubauen, versteckte Prämienzahlungen zu verhindern und die teils überzogene Preisgestaltung der Pharmakonzerne für Medikamente einzudämmen und auf ein einheitliches europäisches Niveau zu bringen, sehen wir keinen Anlass, einen Zusatzbeitrag oder andere Strategien zur Belastung der Versicherten hinzunehmen.“
Peter Klemm, Sassnitzer und Rügener Vertreter im Landesseniorenbeirat, ging zudem auf das im Landtag in der Beratung befindliche „Seniorenmitwirkungsgesetz M-V“ ein, welchem angesicht der Tatsache, dass die Senioren (über 55 Jahre) in Deutschland immerhin 25 Prozent der Bevölkerung ausmachen, künftig noch stärkere Bedeutung zukommen wird. Ziel des Seniorenmitwirkungsgesetzes ist es, dass die Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte der Seniorinnen und Senioren in M-V sowie die Förderung der aktiven Beteiligung am sozialen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Leben in M-V ausgebaut und gestärkt werden. Dabei geht es neben der Integration der Seniorinnen und Senioren um die Verbesserung der Beziehungen zwischen den Generationen sowie um die Weiterentwicklung der Solidargemeinschaft und um den Prozess des Älterwerdens in Würde und ohne Diskriminierung.
Deshalb sind die Sassnitzer aufgerufen, durch ihre aktive Mitarbeit den Seniorenbeirat zu unterstützen, so Peter Klemm. Zwei Neuaufnahmen waren am Donnerstag mit Wolfgang Schröder und Andreas Pfaffe bereits zu verzeichnen.
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