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Dieser Artikel wurde am 19. Mai 2010 um 06:18 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Sassnitz - Projekt „IQ - Ich bin qualifiziert“

Logbücher für die Berufsfrühorientierung an der RegS Sassnitz übergeben

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Schulleiterin Birgit Appelbohm und Thomas Wolfram übergeben die Logbücher an die Siebtklässler. Foto: Pfaffe

Sassnitz (apf). Als die Schulleiterin Birgit Appelbohm in Begleitung von Thomas Wolfram von der WEIT Führung GmbH aus Chemnitz (www.weitfuehrung.de) den Speisesaal der regionalen Schule Sassnitz am Dienstag vergangener Woche betraten, verstummten die zuvor in der Pause lauthals geführten Gespräche. Die 46 Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen wussten sofort, dass es nun um etwas Wichtiges gehen wird: Um ihre eigene Zukunft.

„Wie stellt Ihr Euch Euer Leben in 10 Jahren vor“, fragte die Schulleiterin in die Runde. Von einigen Schülern kamen da klare Antworten: Ein guter Job und eine eigene Wohnung solle es sein, meinte Michelle und Patrick tendiert da eher zum erfolgreichen Sportler mit eigener Familie. Eric will Lkw-Fahrer werden und Micha den Führerschein machen. Dass das aber nicht im Selbstlauf so passieren wird, da waren sich die Schüler schon einig. „Neben dem erfolgreichen Schulabschluss ist eine gute Ausbildung wichtigste Voraussetzung, um einst in einem Job, den man dazu noch gerne ausüben möchte, gutes Geld zu verdienen“, so die Schulleiterin, die mit dieser Ansage kräftiges Kopfnicken bei den Schülern bewirkte.

Aber welcher Job ist der richtige? Welche Chancen und Möglichkeiten ergeben sich für jeden Einzelnen? Was muss man tun, um erfolgreich in das Berufsleben einzusteigen?

Fragen, die sich jeder selbst beantworten muss - natürlich mit Hilfe erfahrener Partner. Denn die RegS Sassnitz ist ab sofort Partner im Projekt „IQ - Ich bin qualifiziert“ für die Berufsausbildung und Thomas Wolfram ihr konkreter Ansprechpartner. „Aus den Erfahrungen vieler Unternehmen mit deren Auszubildenden entstand die Idee, eine wirksame und nachhaltige Struktur zu entwickeln, welche die Schüler motiviert, ihre Berufsorientierung eigenverantwortlich und selbständig voranzubringen“, erklärt er das Projekt. Nur etwa jeder zweite Schüler der siebten Klasse bundesweit weiß, welchen Beruf er einmal erlernen will. Deshalb sei es wichtig, hier anzusetzen und die eigenen Potentiale auszuloten, mit Wünschen zu verknüpfen und anhand verschiedener Berufsprofile den eigenen Wunschberuf zu finden. Dies könne auch Ausbildungsabbrüchen vorbeugen.

Thomas Wolfram übergab aus diesem Grunde den Schülern einen dicken Hefter, der nicht nur viele Informationen zur Berufswahl beinhaltet, sondern auch viele leere Blätter, die es durch die Schüler in den nächsten drei Jahren zu füllen gilt. Logbuch, so der Name des helfenden Kompendiums, das aber nur hilft, wenn man sich damit beschäftigt. Der Landkreis Rügen hat bei der Finanzierung der Logbücher unterstützt, denn immerhin kostet ein Logbuch 54 Euro. Ganz sicher ist das aber gut angelegtes Geld, was sich am Ende für die Gesellschaft wieder auszahlen kann. „Dieses Logbuch sollte in den kommenden Jahren Euer Navigationsgerät sein“, so Wolfram zu den Schülern, „Mit Leben erfüllen müsst Ihr das Logbuch großteils aber auch alleine - mit Eueren Eltern.“ Und auch die engagierten Klassenlehrerinnen Sabine Kersten und Jaqueline Schmidt werden den Schülern dabei verstärkt Hilfestellung geben, das versteht sich ja von selbst ...