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Dieser Artikel wurde am 30. Juni 2010 um 07:28 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Rügener Gymnasium wächst

Aufstockung und energetische Sanierung eines Gebäudes

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Planer Reyk Höhne erläutert Landrätin Kassner und Vize-Schulleiterin Kasten die energetische Sanierung des Fußbodens, der bisher ohne Dämmung war. Foto: Pfaffe

Bergen auf Rügen (apf). Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 1,606 Millionen Euro wird das eingeschossige Unterrichtsgebäude am Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium, auch „Anbau“ genannt, aufgestockt und energetisch saniert. Das Hauptgebäude des heutigen Gymnasium wurde 1913 fertig gestellt. Im Jahre 1930 erfolgte die Erweiterung durch das eingeschossige Gebäude. Nach der Wende wurde ein Klinkerbau und die Sporthalle errichtet.

Nun erfolgt die Aufstockung des eingeschossigen Baues. Es werden insgesamt zehn Unterrichtsräume und ein Lehrervorbereitungsraum geschaffen. Auf jeder Geschossebene wird jeweils für Damen und Herren eine Sanitäranlage errichtet sowie im Erdgeschoss ein Behinderten-WC. Die Aufstockung erfolgt mit Brettstapel (Holzbohlen)- Konstruktion. Das Gebäude wird mit einer hinterlüfteten Ziegelfassade, bestehend aus dem natürlichen Rohstoff Ton, gestaltet und erhält einen barrierefreien Zugang mittels Rampe im Erdgeschoss und einen Aufzug für das Obergeschoss. Nach erfolgter Öffentlicher Ausschreibung in 12 Losen, sind nunmehr die Aufträge für insgesamt 11 Baulose erteilt. Fünf einheimische Firmen, Karl Maack & Söhne aus Altefähr, Wiggers & Päper Bedachungen GmbH aus Trent, Metallbau Krummheuer aus Bergen, RHT Haustechnik GmbH aus Bergen und die EAB GmbH Rügen aus Bergen sind an der Bauausführung beteiligt. Begleitet wird die Baumaßnahme durch das Ingenieur-Büro Höhne aus Bergen, unterstützt durch die Fachplaner für Elektroplanung, Elektro-Ingenieurbüro Popp, ebenfalls aus Bergen sowie für die Technische Gebäudeausrüstung Henrik Engelbrecht aus Stralsund.

Baubeginn war der 1. Juni. Die Firma Maack & Söhne, die den Zuschlag für das Los 1 Abbruch, Wärmeverbundsystem, Putzarbeiten, Erdarbeiten und Außenanlagen erhalten hat, ist derzeit mit den Abbruch- und Erdarbeiten beschäftigt.

Landrätin Kerstin Kassner besuchte die Baustelle, um sich vom Baufortschritt selbst ein Bild zu machen. „Ich bin glücklich darüber, dass wir es in den vergangenen Jahren immer wieder geschafft haben, etwas für unsere Schulen zu tun. Denn schließlich sind die Lehr- und Lernbedingungen ein wichtiges Unterpfand für den Erfolg“, so die Landrätin. Sie stellte aus Anlass des Baustellenbesuches besonders heraus, dass Roswitha Juhnke, Leiterin der Kämmerei des Landkreises, und ihren Mitarbeitern besonderer Dank gebührt, „weil sie immer wieder Möglichkeiten zur Finanzierung akquirieren, die eine zwingende Voraussetzung für die Realisierung von Bauvorhaben sind.“

Notwendig wurde die Erweiterung der Räume des Gymnasium, da zu Beginn des nächsten Schuljahres die noch an der Außenstelle in der Graskammer unterrichteten Klassen auch am Hauptstandort des Gymnasium untergebracht werden, was ein weiteres Plus für das Lernen sein wird, so die stellvertretende Schulleiterin Kristine Kasten. Bei der Analyse der vorhandenen Räume hat sich die Variante der Erweiterung dieses Gebäudes als effektivste Ergeben. Der Fertigstellungstermin ist für den Februar 2011 geplant, so dass das Gebäude danach in Besitz genommen werden kann.