Rügen: Wirtschaftsrat der CDU informierte sich über Dong Energy
Veranstaltung der Wirtschaftsräte Vorpommern zum geplanten Bau des Steinkohlekraftwerkes

Albert Uwe Schön (li.) und Peter Gedbjerg präsentierten am vergangenen Mittwoch dem Wirtschaftsrat der CDU Vorpommern das Projekt von Dong Energy.Foto: Pfaffe
Bergen auf Rügen (apf). Gut gefüllt war der Saal im Bergener Park-Hotel am vergangenen Mittwoch. Grund war Besuch von Dong Energy, der auf Einladung des Wirtschaftsrates der CDU Rügen e.V. angereist war, um über die neuesten Entwicklungen bezüglich der Planungen eines Steinkohlekraftwerkes in Lubmin auf Usedom zu berichten. Direkt aus Dänemark kam dabei Projektmanager Peter Gedbjerg, der auf die Unterstützung seines deutschen Kollegen Albert Uwe Schön zählte. Dieser stellte das gesamte Projekt noch einmal in einer Präsentation vor und versäumte nicht, auf die insbesondere auch auf Rügen bestehenden Ängste einzugehen, die bis hin zur Ablehnung des Kraftwerksbaues gehen.
Volker Boche, Sprecher der Sektion Rügen des Wirtschaftsrates der CDU, unterstrich zu Beginn, dass es darauf ankäme, auf der Grundlage von Sachkenntnis Stellung zu einem Kraftwerksbau zu beziehen. „Wir als Wirtschaftsrat der CDU haben uns zum Ziel gestellt, bei allen Wegen, die wir akzeptieren können, vor allem auch darüber nachzudenken, welche wirtschaftlichen Möglichkeiten dieser Kraftwerksbau bietet“, so Boche. Volker Boche stellte dem Vortrag von Albert Uwe Schön voran, dass Dong Energy nicht gegen erneuerbare Energien sei. Vielmehr sei das Unternehmen weltweit der größte Betreiber von Offshore-Windkraftanlagen mit Zielstellungen für die Ostsee. Doch allein mit Windkraft könne die kontinuierliche Deckung des Energiebedarfes, wegen der Spitzenbelastungen, nicht realisiert werden. Da sich Deutschland gegen die Atomkraft als Energiequelle entschieden habe, müssen andere Ressourcen Nutzung finden, denn der Zusammenhang zwischen sich entwickelnder Wirtschaft und Energiebedarf stehe außer Zweifel. „Wir wollen nicht, dass Ideologien in die Diskussionen hineingetragen werden. Der Wirtschaftsrat fühlt sich für die Entwicklung der Region verantwortlich und ist insoweit daran interessiert, mit allen Seiten, mit Befürwortern und Gegnern des Vorhabens, in die ehrliche Diskussion zu treten“, so Volker Boche. Albert Uwe Schön erklärte während seines Vortrages, dass schon heute in den Planungen künftige Entwicklungen wissenschaftlicher Forschung Berücksichtigung finden. So sei eine große Fläche auf dem beplanten Areal in Lubmin frei gehalten, die später für die CO2-Abtrennung vorgesehen ist. Das werde aber technisch nicht vor 2015 möglich sein, so Schön. Mit einem Wirkungsgrad von 47 Prozent und einem von bis zu 95 Prozent bei Wärmeauskopplung für industrielle Unternehmen, die bereits Interesse angezeigt haben, sich im Energie- und Industriepark Lubmin anzusiedeln, sei dieses Kraftwerk, auch hinsichtlich weiterer Standards, weltspitze.
Viele offene Fragen wurden für die Gäste an diesem Abend geklärt - einige sind offen geblieben. So stellte Uwe Driest von der Bürgerinitiative Rügen, die sich gegen das Kraftwerk ausspricht, ein Volksbegehren in Aussicht.
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