Rügen: Was können drei Buchstaben bewirken?
Initiative „Kennzeichenliberalisierung“: Das Recht auf die eigene Identität

Christin Zander (li.) und Anja La Combe (re.) fragten auf der Insel nach, wie es die Rüganer mit ihrem Kfz-Kennzeichen halten: Top oder Flopp? Das Ergebnis folgt später. Foto: Pfaffe
Bergen auf Rügen (apf). Eine Vielzahl deutscher Landkreise, Städte und Gemeinden hat in den vergangenen 40 Jahren ihr Kfz-Kennzeichen verloren. Grund waren die zahlreichen Um- und Neustrukturierungen der Landkreise. Nach Ansicht von Prof. Dr. Ralf Bochert von der Hochschule Heilbronn verzichten diese damit auf ein wichtiges Identitätsmerkmal. Selbst die wirtschaftliche und touristische Vermarktung gestaltet sich, dem Leiter der Fachgebiete Volkswirtschaftlehre und Destinationsmanagement im Studiengang Tourismusmanagement zufolge, wesentlich schwieriger.
Also haben Studenten der Hochschule Heilbronn die Initiative „Kennzeichenliberalisierung“: Das Recht auf die eigene Identität aufgelegt. Um heraus zu finden, wie die jeweilige lokale Bevölkerung zu dieser Idee steht, wurden dazu bereits im April und Mai mehr als 11.000 Personen in 51 deutschen Städten, die ihre Kennzeichen bereits verloren haben, im Rahmen des Projekts befragt. Die Ergebnisse waren: Die große Mehrheit von gut 73 Prozent der Befragten in den Städten äußert den Wunsch zur Rückkehr zu ihrem Altkennzeichen.
Nun fand am vergangenen Freitag auch in Bergen die Befragung von Rüganern statt. Eigens hierfür waren die Studentinnen Christin Zander und Anja La Combe nach Rügen gekommen, um wenigstens 200 Fragebögen mit Passanten zu erstellen. Das war bereits nach zwei Stunden erledigt und so wechselte das Team vom Markt zu „real“, um weiter fleißig zu sein. Am Nachmittag dann fragten sie im Gymnasium nach und schrieben die Fragebögen. Wie das Ergebnis aussieht, darüber durften sie keine Aussage treffen.
Wir werden es Ihnen aber nicht vorenthalten, sobald wir es von Prof. Dr. Ralf Bochert erhalten haben. Versprochen.
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