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Dieser Artikel wurde am 21. Oktober 2009 um 08:40 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Rügen voller Energie = Bioenergieregion

Koordinierungsstelle wird von Projektkoordinatorin Birgit Müller geleitet

Rügen (apf). „In einer Region, ist die Energiefrage eine Kostenfrage. In einer Tourismusregion wie Rügen kann die Energiefrage und der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen auch eine Wettbewerbsfrage sein, wenn das Interesse der Akteure vorhanden ist.“ Das sagt Birgit Müller, seit dem 1. September diesen Jahres Projektkoordinatorin der Kreishandwerkerschaft für die Bioenergieregion “Natürlich Rügen - Voller Energie”. Nach einem zweistufigen Auswahlverfahren gehört das Projekt zu den 25 Gewinnerregionen Deutschlands und wird über einen Zeitraum von drei Jahren mit 400.000 Euro gefördert. Das Konzept der Bioenergieregion Rügen beruht zunächst auf der Koordination und Realisierung von fünf Leuchtturmprojekten:

  1. Umstellung des ÖPNV Rügen auf Biogas als Kraftstoff.
  2. Erarbeitung eines neuen energetischen Abfallverwertungskonzeptes.

  3. Biogasanlage der C4 Energie GmbH & Co KG.

  4. Der Biomassehof Knyphausen will Biogas zu Erdgasqualität aufbereiten und ins Netz einspeisen.

  5. Für Hiddensee soll ein Bioenergiekonzept auf Basis von Landschaftspflegematerial entwickelt werden.

„Wir wollen die Synergieeffekte nutzen, um die Wertschöpfung auf der Insel zu belassen. Beispielsweise mit der Idee, ein Blockheizkraftwerk mit Rapsöl zu betreiben“, nennt Birgit Müller ein weiteres Beispiel, an dem Unternehmen der Insel partizipieren könnten. „Wir haben sehr viele Ideen gesammelt, brauchen aber Mitmacher. Wir müssen selbst etwas in die Hand nehmen und bewegen, bevor ’fremde’ Investoren kommen ...“ Die Verwendung regional verfügbarer Energiequellen bringt Investitionen und positive ökologische Effekte. Der Einsatz regionaler Unternehmen aus dem Handwerk schafft Arbeitsplätze. „Wer nach Rügen fährt - tut etwas für die Umwelt“ - sollte die Wahrnehmung der Inselgäste werden. Damit entsteht die Möglichkeit, sich gegenüber Wettbewerbsregionen abzuheben: Rügen als vorbildlicher Tourismus und Gesundheitsstandort.

Wenn Sie Ideen haben, etwas bewegen wollen und die Zukunft der Insel mitbestimmen möchten, dann sollten Sie mit Birgit Müller unter (03838) 209885 oder mueller.birgit@hotmail.com Kontakt aufnehmen.