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Dieser Artikel wurde am 24. Oktober 2007 um 05:42 Uhr in der Rubrik Titelthema veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Rügen/Stralsund: Rügenbrücke über den Strelasund eröffnet

330.000 Besucher nahmen Besitz vom neuen Wahrzeichen als Eingang zur Insel Rügen

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Festlich ins Licht gesetzt und von einem grandiosen feuerwerk umrahmt erstrahlte die neue Rügenbrücke am Samstag in schillernden Farben. Foto: Eckhard Freade

Von Dörthe Arnold

Rügen/Stralsund. Das Event sucht seinesgleichen. Mit einem riesigen Spektakel und geschätzten 330.000 Besuchern wurde am Wochenende die Rügenbrücke eröffnet. Ganz offiziell ging es noch am Sonnabend zu, als die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) gegen 14 Uhr im Beisein des Bundesverkehrsministers Wolfgang Tiefensee und des Ministerpräsidenten Harald Ringstorff (beide SPD) die Rügenbrücke eröffnete. Mit einer halben Stunde Verspätung die VIP-Gäste sorgten für das erste Chaos, weil sie sich erst nach Drängen von Polizeibeamten hinter die Absperrungen begaben begann der offizielle Teil der Eröffnung mit Reden von Dirk Brandenburger, Geschäftsführer der DEGES, Harald Ringstorff und Angela Merkel (Die Brücke wurde in Einklang mit dem Welterbe gebaut und sei eine wichtige Verkehrsader für die Region, für die Wirtschaft, den Tourismus und den Fährhafen Mukran) und dem kirchlichen ökumenischen Segen. Dann wurden zwei Bänder, eines mit den Farben von Mecklenburg-Vorpommern und eines mit den Farben der Bundesrepublik Deutschland, von Kanzlerin, Tiefensee, Ringstorff und Verkehrsminister Otto Ebnet (SPD) durchschnitten und die Brücke frei gegeben.

Ab diesem Zeitpunkt gehörte die Rügenbrücke den Einheimischen und ihren Gästen, die in einer unglaublicher Vielzahl an beide Seiten der Brücke gepilgert waren und diese am Sonnabend und Sonntag erstürmten. Die nunmehr längste Brücke Deutschlands, die sie auf jeden Fall so lange bleibt, bis sie von der geplanten 19 Kilometer langen Fehmarnbeltbrücke abgelöst wird, wurde an den drei Tagen des Volksfestes von insgesamt 330.000 Menschen in Augenschein genommen, so die Bilanz der Organisatoren. Rügens Landrätin Kerstin Kassner (Die Linke) freute sich: Deutschlands größte Insel wird künftig verkehrstechnisch hervorragend angebunden und zu erreichen sein. Stralsunds Oberbürgermeister Harald Lastovka (CDU) bezeichnete die neue Rügenbrücke als geniales Brückenbauwerk der Neuzeit.

Spektakulärer Höhepunkt der vielen Veranstaltungen, die in der Altstadt und im Hafen von Stralsund sowie in Altefähr stattfanden, war die beeindruckende Licht- und Feuerwerkshow am Sonnabendabend. Bei schönstem Wetter war das Spektakel noch viele Meilen weit zu sehen und tauchte den Strelasund und sein neues Wahrzeichen in ein einmaliges Licht. Die Inszenierung stellte den Brückenbau nach und ein blaues Band von 3.000 Neonröhren versinnbildlichte den Brückenschlag von der Insel zum Festland.