Rügen: Stets zum Allgemeinwohl im Einsatz
Schneeräumen als neue Aufgabe der Feuerwehr
Rügen (DR). Viele Inselbewohner sind derzeit wohl genervt von der weißen Bodenbedeckung, die an vielen Straßen und auch auf vielen Grundstücken einige Meter in die Höhe ragt. Der Winter in diesem Jahr ist schneereich, so kann man wohl sagen. Der Volkssport Nummer 1 ist derzeit aber nicht nur für die Grundstücksbesitzer Schneeräumen, auch die Rügener Feuerwehren haben seit einigen Wochen damit eine ungewollte Freizeitbeschäftigung, heißt es vom Kreisfeuerwehrverband Rügen.
Allein am letzten Januarwochenende wurden 25 Feuerwehren und das THW Bergen zu 75 Einsätzen gerufen. So hieß es für die 505 Kameraden und Helfer neben einigen Personentransporten, Dach von Schnee befreien, Schneeräumen und Beseitigung von vier Baumsperren insgesamt 35 Mal „Befreien aus Notlagen“. Die freiwilligen Feuerwehrleute befreiten so in oft stundenlangen Einsätzen Fahrzeuge von schneeverwehten Straßen auf ganz Rügen. Vielerorts begann der Kampf gegen die hohen Schneewehen aber für die Kameraden bereits auf dem Weg zum Gerätehaus, denn die erste große Aufgabe begann schon mit dem Schneeräumen an den Gerätehäusern, denn beispielsweise konnten die Kameraden aus Gingst und Altefähr nicht mal das Fahrzeug aus dem Gerätehaus fahren, so hoch wehte der Schnee. „Durch die vielen Einsätze am 30. Januar wurde dann neben dem Neujahrspokal der Jugendfeuerwehren auch der abendliche Empfang anlässlich des 105 jährigen Bestehens der Feuerwehr Bergen auf Rügen verschoben, denn allein die Bergener Kameraden wurden zu 12 Hilfeleistungseinsätzen gerufen. Viele Straßen wurden zeitweise für die Durchfahrt gesperrt, denn auch mit der wunderbaren und großen Hilfe der vielen ortsansässigen Unternehmen mit schwerer Technik konnten einige Straßen auf Grund anhaltender starker Verwehungen am Samstagvormittag nicht durch Pkws befahren werden“, so Kreiswehrführer Daniel Hartlieb.
„Nach Abnahme des Windes konnten dann die Räumdienste der Straßenmeisterei mit voller Kraft die Straßen beräumen, so beispielsweise auch an der Rügenbrücke, wo vorher die Feuerwehren aus Rambin und Altefähr mit dem THW und der ortsansässigen Agrargesellschaft mehrere Lkws und Pkws aus den Schneewehen befreiten, die dann auf einigermaßen geräumter Straße ihre Fahrt fortsetzten. Die Altefährer Kameraden denken wohl noch länger an diesen fünfstündigen Einsatz zurück, denn nach einem Unfall im Einsatz mussten sie dann ihr einziges Einsatzfahrzeug mit der Hilfe des THW Stralsund nach Hause schleppen lassen. Nachdem das Fahrzeug auf spiegelglatter Fahrbahn ins Rutschen geriet und auf ein anderes Einsatzfahrzeug auffuhr, konnte schnell festgestellt werden, dass das nicht mehr fahrttaugliche Tragkraftspritzenfahrzeug einen Totalschaden erlitt“, fügt Christopher Fetting, Kreispressewart im Kreisfeuerwehrverband Rügen, hinzu.
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