Rüganerinnen im Europaparlament
Einblicke in politische Entscheidungsprozesse, die auch für Rügen wichtig sind
Von Wolfgang Urban
Straßburg (Frankreich). Das einzige Organ der EU, das direkt von den Völkern seiner 27 Mitgliedsstaaten gewählt wird, ist das Europaparlament. Dessen 736 Abgeordnete vertreten rund 500 Millionen Menschen. Im Ergebnis der diesjährigen Europawahlen ist die EVP (Konservative) mit 265 Sitzen die stärkste Fraktion. Dann folgen als Fraktionen die S&D (Sozialdemokraten, 184), ALDE (Liberale, 84), GRÜNE/EFA (55), ECR (Europakritiker IND/DEM, 54), GUE/NGL (Linke, 35) und EFD (Europakritiker UEN, 32). Fraktionslos sind 27 Abgeordnete. Von den insgesamt 736 Abgeordneten stammen 99 aus Deutschland und davon mit Werner Kuhn (CDU) nur einer aus Mecklenburg-Vorpommern.
„Man kann eindeutig erkennen, dass er auch auf europäischer Ebene etwas für Mecklenburg-Vorpommern bewegen will und sich beharrlich dafür einsetzt“, sagt Liane Ulbig, die am Sonnabend neu gewählte Vorsitzende der Jungen Union auf Rügen. Zusammen mit weiteren politisch Interessierten aus Mecklenburg-Vorpommern hatte sie eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Werner Kuhn im Europaparlament erlebt und die Beratung sowie Beschlussfassung des Parlaments von der Besuchertribüne verfolgt. Zwölf Mal im Jahr treffen sich die Abgeordneten des Europaparlaments zu straff organisierten viertägigen Plenarsitzungen wie sie in der vergangenen Woche in Straßburg stattfanden. Dazwischen tagen die Fraktionen und Ausschüsse in Brüssel. Werner Kuhn ist Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr sowie Stellvertreter im Fischereiausschuss. Er befasst sich also mit Themen, die auch für Rügen äußerst wichtig sind.
In seiner ersten Parlamentsrede unterstützte er die Entwicklung einer EU-Ostseestrategie. Mehr dazu erfahren Sie in unserer nächsten Ausgabe. Werner Kuhn wird in dieser Woche auch in Sassnitz sein,wenn dort am Donnerstag eine Protestkundgebung der Küstenfischer stattfindet.
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