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Dieser Artikel wurde am 24. Januar 2007 um 04:23 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

“Rote Karte” für die Sünder - Mülltrennung lohnt sich

AfR-Biotonnen-Detektiv kontrolliert ab 29. Januar die Befüllung der Grünen Abfallbehälter

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Samtens (apf). Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser! Und das ganz besonders, wenn es um unsere Umwelt geht. Leider mussten wir bei visuellen Kontrollen immer wieder feststellen, dass es bei der Befüllung der Biotonnen zu Verunreinigungen mit Störstoffen kommt, so AfR-Betriebsleiter Hans-Ulrich Taeschner. Dies erschwerte in der Vergangenheit erheblich die ordnungsgemäße Kompostierung der Bio-Abfälle. Doch gerade dies ist ein wesentliches Moment im ökologischen Kreislauf, auch, um die kostenfreie Entsorgung der Biotonne auf der Insel zu realisieren. Oder wussten Sie etwa nicht, dass der Inhalt Ihrer grünen Biotonne zu hochwertigem Bio-Kompost verarbeitet wird und dass dadurch ein natürlicher und wertvoller Dünger entsteht? Ist Ihnen nicht bekannt, dass durch die Bio-Abfallkompostierung die Umwelt nachhaltig entlastet wird und durch die falsche Befüllung der Biotonne hohe Kosten für die Nachsortierung im Kompostwerk entstehen und die Herstellung von Qualitätskompost gefährdet ist?

Wenn Sie das nicht wussten, so wissen Sie es jetzt und haben damit den ersten Schritt getan, sich künftig nicht vor dem Biotonnen-Detektiv fürchten zu müssen. Der Biotonnen-Detektiv, das sind zwei Detektoren, die an der Schütteinrichtung der Müllfahrzeuge angebracht sind und die Bio-Behälter vor dem Schütten nach Störstoffen untersuchen, erklärt Taeschner das, was ab 29. Januar auf der Insel passiert.

In einer ersten, der grünen Phase, werden alle Haushalte, die ihre Biotonnen ohne Verunreinigungen befüllen, als Dank an der Tonne eine grüne Karte nach Leerung vorfinden. Mit dieser Karte können diese Rüganer dann attraktive Preise gewinnen, vorausgesetzt, diese wird ausgefüllt an AfR zurück gesandt. Mitte Februar beginnt die gelbe Phase, bei der Trennsünder nach Auffinden von Störstoffen in der Biotonne eine gelbe Karte vorfinden werden, die darüber informiert, dass sich in der Tonne Störstoffe befinden, die nicht hineingehören. Auch wenn in diesem Fall die Biotonne noch einmal geleert wurde, sollte dies ein Achtungszeichen sein. Denn im Anschluss an die gelbe Phase startet die rote Phase, bei der alle durch die Detektoren ermittelten Tonnen mit Störstoffen nicht mehr zur Entleerung gelangen. Was man in diesem Falle tun kann, ist auf der roten Karte zu lesen, die dann die nicht entleerte Biotonne ziert. Doch dass es soweit nicht kommen muss, dafür an dieser Stelle noch einmal eine kleine Aufklärung, was in die Biotonne gehört und was nicht. Im Zweifelsfall können Sie auch bei der AfR nachfragen: (03 83 06) 2 21 51 und 2 21 54.

Biotonne: Das darf rein

Aus dem Haushalt: Eierschalen, Essensreste, Gemüsereste, Kaffeefilter, Knochen, Küchentücher aus Papier, Lebensmittelreste (ohne Verpackung), Obstreste, Papiertaschentücher, Teebeutel, Topfpflanzen (ohne Topf) Aus dem Garten: Blumen, Baum- und Strauchschnitt (zerkleinert), Laub, Rasenschnitt, Sägemehl, Unkräuter

Biotonne: Das darf NICHT hinein

Glas, Bauschutt, Getränkekartons, Kunststoffverpackungen, Dosen, Asche, Hygienebinden, Metallschrott, Problemabfall, Holz (behandelt), Katzenstreu (aller Art), Kehrricht, Kosmetiktücher, Lumpen, Staubsaugerbeutel, Tapetenreste, Zigarettenreste, Windeln, Tierkadaver, Speisereste aus Gastronomie.