Rote Kappen für mehr Sicherheit auf Rügens Straßen
„Sicherheit mit Köpfchen“ - DEKRA Verkehrssicherheitsaktion für Schulanfänger

Wie Virgenia und Alesja (v.l.n.r.) werden sich über 500 Schulanfänger auf der Insel ab Montag auf den Weg zur Schule begeben. Gut sichtbar, mit roten Kappen. Foto: Pfaffe
Rügen (apf). Seit Jahren sorgt DEKRA mit roten Baseball-Caps für mehr Sichtbarkeit und damit mehr Sicherheit von Schulanfängern. Werden die Kleinen doch mit den Kappen dank der auffälligen Farbe und eines rundum reflektierenden Leuchtstreifens von den übrigen Verkehrsteilnehmern deutlich besser wahrgenommen. DEKRA setzt mit dieser Aktion konsequent eine weitere Initiative für mehr Sicherheit im Alltag um. Auch auf Rügen ist das so und in bewährter Zusammenarbeit mit dem ACE Kreis Rügen/Stralsund und der Unternehmensgruppe Eggert. „Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer“, so Dr. manfred Preetz, Niederlassungsleiter der DEKRA Stralsund. „Sie haben keine Erfahrungen im Verkehrsalltag, ihr Reaktionsvermögen ist noch lange nicht so ausgeprägt wie das unsere, sie sind ängstlicher und unsicherer und begeben sich mit dem Schulanfang auf einen neuen Lebensabschnitt.“
Hier setzt die DEKRA Aktion an und will mit dem sichtbaren Zeichen für Sicherheit zum einen das Bewusstsein der Kleinsten für das Verkehrsgeschehen schärfen und zum anderen bei den übrigen Verkehrsteilnehmern für mehr Aufmerksamkeit sorgen. „Wer gesehen werden will, muss auffallen“, sagt Manfred Eggert und meint damit, dass auch für die Kraftfahrer die roten Mützen, 520 Stück für Rügen in diesem jahr, ein Zeichen für mehr Achtsamkeit setzen. Polizeidirektor Gustav Lüth fügt dem hinzu, dass alle Grundschüler die Kappen, die sie zur Einschulung erhalten haben, tragen sollten, um auf der sicheren Seite zu sein. Doch er bemerkt auch, dass die Kappen-Aktion schon eine Menge bewirkt hat, denn im vergangenen Schuljahr waren nur zwei Schulwegunfälle auf der Insel zu verzeichnen. Und der Regionalbeauftragte des ACE für die Neuen Bundesländer, Frank Fleischhauer, kann feststellen, dass das gesamte Bundesland M-V mittlerweile zu den vorbildlichsten Ländern bezüglich der Schulwegsicherheit zählt.
Er appelliert auch an die Eltern, die ihre Kinder mit dem Pkw zur Schule bringen, diese immer auf der Seite der Schule aussteigen zu lassen, weil dann keine Straße überquert werden muss. Und: Ganz besonders zum Schulbeginn werde die Polizei auf der Insel im Bereich von Schulen und Kindereinrichtungen präsent und aktiv sein. Dass viele Verkehrsrisiken für die Kleinsten vermeidbar sind, zeigt nicht zuletzt die Begleitbroschüre zur Aktion. Hier finden Eltern hilfreiche Tipps, wie der geeignete Schulweg geplant und später geübt werden kann. Denn nicht immer ist der kürzeste Weg der beste und sicherste. Frühzeitig solle der Weg zur Schule gerade für die Erstklässler fest gelegt und geübt werden. Ein Umweg könne unter Umständen etliche Gefahrenquellen ausschließen.
„Planen Sie genug Zeit für den Schulweg ein“, heißt es in der Broschüre. Besonders gefährdet sind Kinder in der Dunkelheit, weil sie schlicht übersehen werden. „Sicherheit mit Köpfchen“ ist ein Beitrag der DEKRA zur Europäischen Charta für Verkehrssicherheit. Neben der Insel Rügen profitieren auch in Stralsund und Greifswald in diesem Jahr insgesamt 1.600 Schulanfänger davon. Wie Manfred Pretz informierte, soll diese Aktion im kommenden Jahr auf das gesamte Bundesland ausgeweiter werden, so dass dann bundesweit die reflektierenden „Schumi-Mützen“ den Kraftfahrern signalisieren: Achtung, es war Schulanfang!“
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