Ronny Wangelin neuer Kreisvorsitzender der FDP-Rügen
Gerhard Weber zum FDP-Kandidaten für die Landratswahl 2008 im Landkreis Rügen gewählt
Bergen auf Rügen (ur). Am 4. Februar 2008 traten acht der zehn im Jahr 2007 gewählten Mitglieder des Kreisvorstandes der FDP-Rügen mit sofortiger Wirkung zurück. Das war mit heftiger Kritik am Kreisvorsitzenden Uwe Ahlers verbunden. Zum Ziel ihres Rücktrittes erklärten die Mitglieder des Kreisvorstandes Ronny Wangelin, Petra Hoffmann-Dallmann, Helge Saathoff, Mandy Kuhn, Knut Alschweig, Hans Lange, Matthias Ewert und Christian Thiede, dass sie den Weg „für einen neuen Kreisvorstand durch Neuwahlen“ freimachen wollen. Wörtlich teilten sie mit: „Vorstandsinterne Lösungsversuche gemeinsam mit unserem Vorsitzenden Herrn Ahlers blieben leider erfolglos, weshalb dies der letztlich logische und konsequente Schritt war.“
Anders ausgedrückt, Uwe Ahlers trat nicht freiwillig als Kreisvorsitzender der FDP zurück, also wollte man durch ein Misstrauensvotum auf einem außerordentlichen Kreisparteitag diesen Rücktritt erzwingen. Satzungsrechtlich musste man hierzu ein Misstrauensvotum gegen den verbliebenen Vorstand in Gang bringen, denn außer dem Kreisvorsitzenden Uwe Ahlers war auch Schriftführerin Heidrun Schrahn nicht zurückgetreten.
Auf dem außerordentlichen Kreisparteitag der FDP-Rügen endeten die Auseinandersetzungen am Samstag indes ohne öffentliche Schlammschlacht. Dazu war es nicht einmal notwendig, die Nichtöffentlichkeit herzustellen. Kurz bevor das Misstrauensvotum gegen den verbliebenen Kreisvorstand der FDP-Rügen auf der Tagesordnung stand, erklärte der Kreisvorsitzende Uwe Ahlers seinen Rücktritt. Gleiches tat kurz darauf auch Schriftführerin Heidrun Schrahn. Damit wurde der von der großen Mehrheit des Kreisvorstandes mit dem Rücktritt vom 4. Februar gewünschte Weg zu Neuwahlen zum Kreisvorstand der FDP-Rügen problemlos frei.
Das resultierte wohl aus der Einsicht von Uwe Ahlers, dass er an diesem Samstag keine Sieges-Chance haben würde. Das wurde ihm bereits auf dem Kreisparteitag deutlich zu verstehen gegeben, der am Samstag vor der Mitgliederversammlung und dem außerordentlichen Kreisparteitag stattfand. In dessem Verlauf war Uwe Ahlers Bericht als Kreisvorsitzender mit großer Mehrheit abgelehnt worden. In einer dabei geführten Diskussion kritisierte vor allem das zurückgetretene Kreisvorstandsmitglied Hans Lange die Arbeit des Kreisvorsitzenden. Allerdings wurde die Kritik an Uwe Ahlers bereits in den Anfängen mit dem Hinweis auf die noch bevorstehende Debatte zum Misstrauensvotum beendet. Zu diesem Zeitpunkt rechneten zumindest die meisten der anwesenden 38 stimmberechtigten FDP-Mitglieder mit einer Auseinandersetzung während der Debatte zum Misstrauensvotum.
Uwe Ahlers hatte noch kurz zuvor einen freiwilligen Rücktritt abgelehnt. Im letzten Augenblick siegte aber die realistische Einsicht in die an diesem Tag unabwendbare Niederlage. Bei der dann durchgeführten Vorstandswahl wurde Uwe Ahlers nicht mehr für eine Funktion oder als Beisitzer vorgeschlagen. Kraft seines Amtes in der Kreistagsfraktion der FDP gehört er jedoch weiter dem Kreisvorstand an. Dessen Mitglieder sehen Sie auf dem Foto. Neu im Kreisvorstand ist lediglich André Wittkamp. Vor der Wahl des neuen Vorstandes wählte die FDP noch auf einer Mitgliederversammlung Gerhard Weber zu ihrem Kandidaten für die Landratswahl.
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