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Dieser Artikel wurde am 02. März 2006 um 05:31 Uhr in der Rubrik Vogelgrippe (Aktuell) veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Reiherente aus Prerow auf dem Darß positiv getestet

Eine neue H5N1-Infektion in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern (RA). Bei 190 in den letzten 24 Stunden in Mecklenburg-Vorpommern auf Geflügelpest beprobten Wildvögeln ergab sich nur ein positiver Befund. Betroffen ist eine in Prerow auf dem Darß gefundene Reiherente (Landkreis Nordvorpommern), wodurch sich die Zahl der in der dortigen Schutzzone nachweislich mit dem Virus H5N1 infizierten Wildvögel auf drei erhöht hat.

Landesweit erstrecken sich die Positivfunde damit auf 122 Wildvögel und eine Hauskatze. Die Zahl der beprobten Tiere erhöhte sich mittlerweile auf 3 053. Die Suche und Bergung toter Vögel konzentriert sich auf Rügen weiterhin auf Gewässerbereiche, wobei die Zahl gefundener toter Wildvögel nach wie vor rückläufig ist. Auf Rügen, wo derzeit rund 400 Kräfte und diverse Spezialtechnik im Einsatz sind, wird vor allem rund um den Tetzitzer See nach toten Vögeln gesucht. Die Desinfektionsschleuse in Juliusruh wurde inzwischen abgebaut. Die dort eingesetzten Kräfte des THW übernehmen ab sofort von der Bundeswehr die Dekontamination im Fährhafen Sassnitz/Mukran. Die Soldaten der Bundeswehr, die gestern im Landkreis Ostvorpommern tätig waren wurden nach Rügen zurückverlegt. Die Flugaufklärung in den Küstenlandkreisen wird beibehalten. Schwerpunktbereiche bleiben Wismarbucht/Halbinsel Wustrow/Kroy, Darß/Zingst/Rügen sowie Greifswalder Bodden/Peenestrom/Achterwasser/Oderhaff. Darüber hinaus werden Flächen an Land weiterhin systematisch abgesucht. Neben Vögeln werden schon seit Ende letzter Woche auch im Schutz- und Überwachungsgebiet verendete Säugetiere erfasst und beprobt. Die Bundesregierung hat angekündigt, die Geflügelpestverordnung für Wildvögel zu ändern. Ziel ist es, Katzen und Hunde von infizierten Vögeln fern zu halten.

Am Bürgertelefon der Landesregierung (0385/588-6665 bzw. -6666, Mo.-Fr. 9:00-17:00 Uhr) werden inzwischen verstärkt Hinweise und Verhaltensmaßregeln für Haustierhalter gegeben. Auch auf der Website der Landesregierung (http://www.mv-regierung.de) sind Informationen zur Vogelgrippe abrufbar.

In den Schutz- und Beobachtungsgebieten müssen folgende Maßnahmen besonders beachtet werden:

  1. Katzenbesitzer sollen ihre Katzen nicht ins Freie lassen.
  2. Direkter Kontakt mit Schleimhäuten, Speichel, Blut, Kot und Urin von Katzen ist zu vermeiden. Beim Leeren und Reinigen der Katzentoilette sind Handschuhe zu tragen und hinterher die Hände zu waschen.
  3. Nach jedem Kontakt mit Tieren und vor jeder Mahlzeit sollten die Hände gereinigt werden.
  4. Bei Anzeichen schwerer Erkältung oder anderen nicht erklärbaren Krankheitsanzeichen bei Katzen ist der Tierarzt aufzusuchen. Für alle Gebiete gilt:

  5. Katzen sollen nicht mit kranken oder toten Vögeln in Berührung kommen und von Wild- und Nutztieren ferngehalten werden.

  6. Streunende Katzen mit festem Bezugspunkt sollen regelmäßig und ausreichend gefüttert werden.
  7. Hunde sind an der Leine zu führen.
  8. Tote Tiere sind grundsätzlich nicht zu berühren. Falls trotzdem eine ungeschützte Berührung erfolgt ist, müssen die Hände gründlich mit Seife gewaschen werden.
  9. Tote Katzen sind der Landesveterinärbehörde bzw. den regional zuständigen Behörden (Ordnungsamt, Polizei, Veterinär- oder Gesundheitsamt) zu melden.