Regenwasser bändigen
Hänge zu feucht - Forstamt strebt Umleitung an
Ostseebad Göhren (sb). Nach dem Abrutsch des Hanges auf die Zufahrtsstraße zum „Strandhaus 1“ zu Beginn der letzten Woche, fand am Montag nun eine Begehung von Mitarbeitern des Forstamtes Rügen und eines Güstrower Geologen statt. Wie Revierleiter Andreas Hinte berichtet, sei der Verursacher das Regenwasser, das auf den oberen Grundstücken parallel zum Hang versickert und dann in den Hang gedrückt werde. „Diese Häuser und Pensionen sind noch nicht an die Regenentwässerung angeschlossen. Hier muss nun ein Gespräch zwischen Anwohnern und der Gemeinde stattfinden. „Wir können nur versuchen, das Regenwasser gezielt und kontrolliert nach hinten abfließen zu lassen und so den Hang trockener zu kriegen. Viele Anwohner haben dort auch Gartenabfälle und Kompost hinunter geworfen. Das bringt zusätzliche feuchte in den Hang. Ganz sicher aber liegt es nicht an den starken Bäumen. Im Gegenteil. Die bringen durch ihr Netz aus Wurzelwerk eher notwendige Stabilität“, berichtet Andreas Hinte.
In Zukunft meint er zudem, solle man mit der Bebauung, egal ob in Göhren oder andernorts an der Küste, möglichst weit von dem Hang fern bleiben. „Es handelt sich hier um natürliche Gegebenheiten. Hänge sind immer in Bewegung und hier handelt es sich um alte Außenhänge.“ Die Zufahrtsstraße am Nordstrand in Höhe des Kneippbades wurde gestern von Mitarbeitern des Forstamtes beräumt. „Allerdings werden wir einen kleinen Schutzwall stehen lassen, da mit weiteren kleineren Abgängen zu rechnen ist“, ließ der Revierleiter des Forstamtes Rügen am Dienstag wissen.
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