Rapsmühle wird gebaut
Rapsöl als Kraftstoff und Rapskuchen aus Rothenkirchen
Rothenkirchen (ur). Die Förderung haken wir ab und machen das jetzt aus eigener Kraft. Mit diesen Worten schilderte Dr. Möller, Betriebsleiter der APV Samtens, am Montag die bitteren Erfahrungen mit der Förderpolitik. Sie wird also keinen Anteil an der 400.000 Euro teuren Rapsmühle in Rothenkirchen haben, mit deren Bau die Rügener Getreide- und Dienstleistungs GmbH im April beginnen wird. An dieser GmbH sind die APV-Samtens und die Meyer Landhandel GmbH mit jeweils 50 Prozent beteiligt.
Bis zur Rapsernte diesen Jahres soll die Rapsmühle funktionstüchtig sein. Mit 14 Rügener Landwirtschaftsbe-trieben gibt es schon Verträge zur Lieferung der Rapssaat. Sie soll dann in Rothenkirchen gereinigt, getrocknet, gelagert und verarbeitet werden. Aus der Rapssaat wird in der neuen Mühle zu einem Drittel Rapsöl-Kraftstoff für Motoren und zu zwei Drittel Rapskuchen in Form von Pellets zur Weiterverfütterung z.B. an Kühe. Nur durch die Vermarktung von beiden Produkten der Rapsmühle, also des Kraftstoffes und des Futters, kann die Rapsmühle rentabel sein. Ihre jährliche Verarbeitungskapazität soll vorerst ca 4.000 Tonnen Rapssaat betragen und bis auf das Doppelte ausdehnbar sein. Was erreichbar wird, hängt sowohl von den Absatzmöglichkeiten für den Rapskuchen wie auch das Rapsöl ab. Letzteres dürfte mit seinem Preisvorteil auch jenseits der Landwirtschaft Interesse finden. Mindestens 25 Cent weniger wird ein Liter dieses Kraftstoffes gegenüber dem herkömmlichen Diesel kosten, wenn es bei den jetzigen Preisen bleibt, rechnet Dr. Möller vor und Rico Remien fügt hinzu: Der Verbrauch und der Energiegehalt sind gleich.
« Nächster Artikel
Grandiose Musical-Gala durch Schüler im Theater Putbus geboten
Vorheriger Artikel »
Politischer Handlungsbedarf
