Radfahren auf Rügen
Wegekonzept soll umgesetzt werden
Bergen auf Rügen (DR). Der Landkreis Rügen hat sich der Landesinitiative „MV-bike“, einem kommunalen Netzwerk zur Beförderung des Fahrradverkehrs, angeschlossen. „Wir werden uns insbesondere für die weitere Umsetzung des Wegekonzeptes einsetzen und in Modellprojekten des Landes zu Fahrradverleihsystemen und zur Verbesserung vernetzter touristischer Verkehrsangebote mitwirken“, erläuterte Landrätin Kerstin Kassner (DIE LINKE) auf der Sitzung des Kreistages am letzten Donnerstag im Selliner „Cliff-Hotel Rügen“ gegenüber den Kreistagsmitgliedern und Gästen. Die Stadt Sassnitz habe sich bisher als einzige Kommune des Kreises dem Netzwerk angeschlossen, um den Radwegeausbau in der Stadt zu beschleunigen. Der Projektantrag „RügenRad“ im bundesweiten Modellversuch „Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme“ sei auf Bundesebene nicht für eine Förderung berücksichtigt worden. Auf Landesebene sei aber vorgesehen, dieses Thema spezifisch auf die touristischen und ländlichen Erfordernisse angepasst weiter zu entwickeln, so die Landrätin
Gemeinsam mit den Kommunen arbeite der Kreis gegenwärtig am Ausbau des überregionalen Radwegenetzes. Dafür würden zusätzlich Mittel aus dem Konjunkturprogramm zur Verfügung gestellt werden. In den Gemeinden Sagard, Lohme, Wiek, Baabe und Sellin seien derzeit Lückenausbauten des Ostseeküstenradweges in Planung bzw. im Bau. Auch Poseritz und Gustow würden die Qualität und Nachhaltigkeit der Fernradwegeabschnitte in ihren Gemeinden durch Asphaltierung verbessern.
Landrätin Kerstin Kassner abschließend: „Wir werden künftig dort, wo sichere Radwege nur straßenbegleitend möglich sind, wie die Anbindung von Schaprode im Westen der Insel oder der Königsstuhl von Sassnitz aus, besondere Unterstützung leisten müssen.“
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